Prüfungsberichte & -statistiken des SHVD e.V.


Prüfungsbericht vom 04.06.2022 im Thümmlitzwald

Prüfungsbericht vom 04.06.2022 im Thümmlitzwald

Am 04.06.2022 fand im Thümmlitzwald/Sachsen 1 Vorprüfung des SHVD statt. Zu dieser Vorprüfung waren 4 Nachsuchengespanne angemeldet, 3 HS und 1 BGS. Treffzeitpunkt war auf 8.00 Uhr dotiert, das Erfreuliche kam gleich zu Anfang. Alle Gespanne sind überpünktlich eingetroffen. Dies ersparte uns viel Zeit und Erklärungen. Das Richterwesen unter der Leitung von Dirk Tenzler, mit 2 weiteren Richtern Tino Fiedler und Gerd Struck, sowie den Richteranwärtern konnten Ihre Arbeit ohne Komplikationen durchführen. Es wurden Impfausweise, Jagdscheine, Ahnentafeln sowie Chipnummer kontrolliert. Als dieses erledigt war, ging es kurz zur Erklärung des Prüfungsablaufes. Nach der Ansprache erfolgte die Auslosung der Startnummern, als erstes durfte die Schwarzwildfährte gearbeitet werden, danach die drei Rotwildfährten. Meine Person zog die Nummer eins der 3 Rotwildfährten.

Jetzt wo alles fest stand, ging es ins Revier zu einer Sammelstelle. Die erste Fährte wurde gearbeitet, leider kann ich hierzu keinen Kommentar verfassen, da ich nicht Vorort war. Ein erfreulicher Moment ist hier zu erwähnen, Marc verbließ die Suche. Das heißt die Fährte wurde erfolgreich gearbeitet. Der Moment ist gekommen, Prüfungsstart für uns als Team. Am Startpunkt angekommen, gab es eine kurze Anleitung und die Einweisung durch Herrn Struck. Es sei am Vortag ein Stück Rotwild beschossen wurde, Anschuss unklar. Ich merkte in diesem Moment, dass mein Puls stark anstieg und ich versuchte es mir nicht anmerken zulassen. Wir starteten mit unserem Anfangsritual, unser Kommando „Voran Zeig“ und Gerd machte sich auf die Suche. Er bögelte hin und her, versuchte Kreise zu ziehen was aber durch die Vegetation nicht sehr einfach war. Nach einer kurzen Weile blieb Gerd stehen, er steckte seine Nase tief in den Bewuchs, setzte sich und wir hatten den Anschuss. Kurz die Hand gehoben, Anschuss angezeigt, danach Gerd abgeliebelt und unser Komando „So ist recht, Such“. Gerd machte sich auf die Spur, bei mir regten sich alle Zellen in Aufregung, aber Gerd in einer absoluten Ruhe. Für mich war die Ruhe eher der pure Stress, da ich Gerd kenne und er sonst mit etwas mehr Zug arbeitet.

Meine Gedanken waren zu diesem Zeitpunkt eher etwas erstaunt und zu den anderen werde ich mich lieber einmal nicht äußern. Er suchte in seinem neuen Stil weiter, es ging über Stock und Stein, Berg runter Berg hoch. Wir kamen an einer Stelle im Wald an und ich fragte mich, sind sie wirklich hier entlang gegangen? Gerd wollte weiter in seinem neuen Stil und ich lief ihm einfach hinterher. Jetzt stoppte er an einem kleinen Bach, er fing an kleine Kreise zu drehen und blieb wieder stehen. Danach durchquerte er den Bach und machte wieder einen kleinen Kreis und zog etwas an. Kurz nach unserer gefühlten Elbüberquerung, erfolgte das nächste Nackenhaarinferno. Angekommen an einer Suhle, nun drehte Gerd seine Kreise und er bekam die dicht gefüllte Prüfer- und Zuschauergruppe mit. Nach kurzer Revision seinerseits und einer kleinen Führerkorektur "Gerd weiter" (sehr leise), aber die Herren bekamen es trotzdem irgendwie mit, ging Gerd in seiner Suche weiter. Er drehte kleinere Kreise und wurde noch langsamer und ging jetzt stark Berg hoch. Ich dachte nur, geh einfach mit. Jetzt ging es steil Berg hoch, die Gedanken nur nicht auf die Nase fallen. Oben angekommen nach zirka 50 m verwies mir Gerd ein Wundbett. Mein rechter Arm sprang nach oben und unser Kommando „lass sehen, fein“ und Gerd wurde abgeliebelt "fein mein Hund" unser Kommando "weiter“, Gerd sprang los.

Was soll ich sagen, jetzt kam Gerd in sein altes Schema. Ich empfand innerlich ein leichtes Grinsen, vielleicht wollte er mich etwas in Fahrt bringen, was ihn auch sichtlich gelang. Durch hohes Gras, dichten Unterwuchs, auf Blätterboden uvm. ging es weiter. Gerd zeigte mir noch weitere Verweiser, die ich mit erhobenen rechten Arm anzeigte. Es ging immer weiter, als wir auf einen Waldweg ankamen, ging es dort in etwa 20m weiter, mit wieder einwechseln in den Wald, auf Buchen- und Eichenblättern. Dort musste sich Gerd noch mehr konzentrieren, er bließ sich seine Nase frei, kreiste an der Einwechselung um sich selber zu kontrollieren und ging seinen Weg. Hierbei war ich mir etwas unsicher, aber er ging und zog weiter. Für mich ein Zeichen, das wir richtig sein sollten. Jetzt kommt ein riesiger „Vorteil“ den Brillenträger mit unter besitzen. Durch den leichten Regen in der Nacht und das schwül warme Wetter, geballt mit dem Angstschweiß des Nachsuchenführers, beschlug meine Brille. Verstärkt durch das nasse Unterholz, waren auch noch die Brillengläser voller Tropfen. Ich konnte also nicht herumäugen und meinen nicht vorhandenen Verstand anwenden, um vielleicht Fehlinterpretationen meinerseits zu tätigen. Ich lief einfach nur noch hinterher, ohne etwas zu sagen. Links, rechts, hoch, runter, Äste in der Gesichtszone, Mütze weg und ein bissel Gestrauchel, natürlich von Seiten des Hundeführer. Es ging weiter und weiter, meine Gedanke, ist das hier etwa eine Endlosschleife. Die Fährte wollte nicht enden und das als halb blinder in den Tiefen des Thümmlitzwaldes.

Wir liefen und auf einmal nahm Gerd seine Nase nach oben und kreiste in einem Radius von 5m. Unter einem Baumstumpf lag das gesuchte Stück, ein Glücksmoment überkam uns. Die Last viel uns von den Schultern, viele Kilometer von mir oder anderen getretene Fährten waren nicht umsonst, ohne einen einzigen Abruf, mit anfangs neuem Suchenstil von Gerd sind wir im Ziel angekommen und waren stolz. Marc blies für uns und ich sage Danke. Jetzt liefen wir durch den Wald zurück, zur Sammelstelle. Als nächstes Prüfungsteam starteten René mit seiner BGS Hündin, nach geraumer Zeit kam ein zufriedenes Team uns entgegen, Marc spielte auch für die beiden und wir alle waren glücklich, das auch sie an das Fährtenende gekommen waren. Jetzt hieß es für das letzte Suchenteam Thomas und HS Berta die Daumen zu drücken. Leider kann ich als Prüfling keine großen Kommentare über andere verfassen, da ich als Prüfling, nicht mitbegleitete. Es verging etwas Zeit und alle drückten erneut die Daumen, als eine Melodie durch den Wald ertönte, fiel uns allen ein Stein vom Herzen. Thomas kam mit einem dicken Grinsen uns entgegen und fluchte. Naja das macht er ja nicht selten, aber das war verständlich. Er hatte Berta an einer Stelle nicht vertraut, und wahrscheinlich auch, keine beschlagene Brille. Es erfolgte der Abruf, den er sich auf die Kappe schreiben muss, trotzdem alles super gelaufen, weiter geht es.

Gleich im Anschluss erfolgten die Gehorsamsfächer Leinenführigkeit, Schussfestigkeit, Ablegen. In der gewohnten Reihenfolge ging es weiter. Leinenführigkeit zeigte Gerd sich auch sehr gut, nur ich hatte gesundheitsbedingt kleine Probleme, die aber Gerd nicht interessierten. Als wir damit fertig waren, erfolgte das Voranschicken gepaart mit der Schussfestigkeit. Hier zeigte Gerd in seinen Anlagevermögen ganz neue Seiten. Das Schicken war für uns nie ein Thema, da seine Ziehmutter eine DK Hündin ist und er es genauso übernommen hatte. Also schickte ich Gerd, er lief nur 10m suchte im Bestand den Anschuss. Er kreiste wie von der Tarantel gestochen hin, her und wieder zu mir, schaute mich an und fragte sich und nun? Leider konnte ich nicht das Kommando Voran als Sichtzeichen mit den linken Arm tätigen, da ich aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit ihn wenig bewegen kann. Also eine kleine Pause und wir konnten es erneut an einer anderen Stelle versuchen. Kurz Hund abgeleint Voran und auf einmal lief der Gerd ordentlich, der erste Schuss erfolgte und ich schickte Gerd nach links, dann nach rechts und der zweite Schuss folgte darauf ohne das Gerd beeindruckt war. Bei den anderen Prüfungsgespannen verlief es auch reibungslos, man sieht hier schon, wer viel mit den Hunden arbeitet, das erfreut einen. Anschließend kam das Ablegen, ja was soll man sagen. Die Frage sollte sich jeder selber stellen, soll ich oder soll ich nicht meinen Hund anleinen oder doch frei?

Bei mir war es im Vorfeld klar, ich schau mir meinen Hund über den Tag an und entscheide dann. Geübt haben wir ja alle fleißig und Gerd zeigte mir bei der Leinenführigkeit, seine Ruhe, also entschied ich mich für das Freie Ablegen. Jetzt gingen alle Richter mit uns Gespannen zu einem Punkt im Wald, leicht Berg auf. Jeder wurde eingewiesen, wo sein Hund abzulegen sei und natürlich wie. Die Richter konnten alles gut einsehen und wir Prüflinge mussten das Feld verlassen. Gute 400 m legten und setzten wir Hundeführer uns in einem Graben. Etwas angespannt, aber immer mit einen guten Spruch und Geschichten auf den Lippen. Wir haben uns gut unterhalten, auch über die neusten Anleinmethoden von Herrn Mütze. Mitten in unserer Unterhaltung, erfolgte ein Schuss, demzufolge sind 15 Minuten vergangen. Eine Stille kehrte ein, jeder von uns schaute sich um, ob ein Richter oder Hund des Weges komme. Nein bis jetzt nicht, wir führten unsere Unterhaltung leise aber angespannt weiter. Man konnte die Angst förmlich riechen. Irgendwie ist das Vertrauen zu den Hunden von uns allen verschwunden. Ein paar spitze Bemerkungen lockerten die Situation auf. Der zweite Schuss und wir wurden bleich, ich würde sagen Mehl besaß mehr Farbe als wir. Jetzt war die Anspannung sehr groß. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, als jemand von uns sagte. Da kommen die Richter, oh, jetzt wurde unsere Hautfarbe von bleich auf rot gewechselt. Der Kommentar der Richter, jetzt könnt ihr die Hunde abholen.

In diesem Moment fiel uns allen ein riesiger Stein vom Herzen. Wir holten unsere Hunde und waren super glücklich. Die Richter gingen zum ersten schriftlichen Teil über, mit kurzer Pause. In der Pause wurden wir von den fleißigen Helfer bewirtet. Dankeschön noch einmal. Nach der Pause erfolgte die Formwert Begutachtung durch die Richter. Teil zwei des schriftlichen Teils erfolgte jetzt und die Zeugnisausgabe. Fazit: Wir Bedanken uns alle, bei den Richtern und Fährtentretern, von ganzen Herzen, die den Tag vor der Prüfung, unsere Fährten angelegt haben, bei sehr Heißen Temperaturen. Bei den fleißigen Bienchen, für Speiß und Trank und vieles mehr. Ein besonderer Dank geht natürlich an die Prüfungsgespanne, Fairness ist bei uns immer großgeschrieben worden. Ich hätte gern mehr über euere tollen Hunde geschrieben, nur leider konnte ich Euch nicht begleiten, da wir ja selber ran mussten. Geübt haben wir alle viel, ob zusammen oder über das Telefon, jeder hatte es verdient zu bestehen, da der Fleiß hier bestand hat. Dankeschön das ich mit euch eine tolle Zeit haben durfte. Dankeschön an die Züchter für die gute Zucht und Danke an alle die Gerd und mir geholfen haben.

Habt immer Gesunde Hunde und Suchenglück.
Bleibt gesund, euer Denis Marschallek SHVD e.V.

 
Bericht über die Vorprüfung Altenbrak(2) am 20. und 21.05.2022

Bericht über die Vorprüfung Altenbrak(2) am 20. und 21.05.2022

Zwei Wochen nach der ersten Vorprüfung im Harz trafen sich am 20.5.2022 die Leistungsrichter wiederum im Revier Altenbrak um die Fährten für die zweite Harz-Prüfung zu treten. Mit besorgten Blicken zum Himmel, der Wetterbericht hatte Starkregen angekündigt, traten die zwei Leistungsrichter und die zwei Richteranwärter die vier Fährten. Einmal Rotwild und dreimal Schwarzwild wurden am Freitag getreten. Leider hatte auch bei dieser Prüfung ein Gespann krankheitsbedingt am Mittwoch vor der Prüfung abgesagt. Diesmal gelang es aber dem Prüfungswart kurzfristig ein Ersatz-Gespann zu organisieren. Vielen Dank an dieser Stelle dem kurzentschlossenen Hundeführer, der die entstandene Lücke füllte. Am Prüfungstag herrschte sonniges aber von einem kalten Wind begleitetes Frühlingswetter. Die Bestände waren durch den nächtlichen leichten Regen ausreichend feucht sodass die Bedingungen als ideal bezeichnet werden konnten. Der angekündigte Starkregen ging wohl in anderen Regionen nieder. Am Samstag den 21.5.22 um 8.00 Uhr eröffnete der Prüfungsleiter, die Vorprüfung des SHVD. Genannt hatten vier Gespanne. Es stellten sich an diesem Tag den Prüfungsanforderungen

  • 1. BGS ADDI, gewölft 24.10.19
  • 2. HS ACHIL, gewölft 16.03.21
  • 3. HS WENDY, gewölft 03.11.21
  • 4. HS BRUNHILDE, gewölft 02.04.21


  • Eröffnung Nach der Kontrolle der Chipnummern, der Impfausweise sowie der Jagdscheine und Ahnentafeln verlosten die Richter die Fährten. Dreimal Schwarzwild und einmal Rotwild sollten heute gearbeitet werden. Die einzige Rotwildfährte wurde als letzte getreten so dass die Schwarzwildfährten als erste gearbeitet wurden.

    HS Hündin WENDY eröffnete den Prüfungstag mit der ersten Fährtenarbeit. Den Anschuss verwies die Hündin deutlich was auch von ihrem Führer erkannt wurde und so zog die HS Dame ruhig auf der gerechten Fährte in Richtung einer Buchenverjüngung. Den ersten Haken überschoss die Hündin und es erfolgte der erste Abruf. Durch bögeln fand das Gespann die Fährte wieder und folgte dieser ruhig und gelassen. Nach ca. 200 Metern fiel die Hündin eine Verleitung an was der Führer bemerkte und seine WENDY daraufhin korrigierte. Nachdem im weiteren Verlauf ein Stück Rotwild sichtig vor der Hündin abging erfolgte ein weiterer Abruf und eine erneute Korrektur durch den Hundeführer. Eine weitere Führerkorrektur führte kurz vorm Endstück zum Abbruch der Arbeit. Riemenarbeit im Altholz Die zweite Schwarzwildfährte sollte der einzige BGS arbeiten. Der Rüde fand den Anschuss innerhalb einer Minute was auch sein Führer erkannte und durch Handzeichen den Richtern mitteilte. ADDI zog dann flott auf der getretenen Fährte in den Altbuchenbestand mit reichlich Unterwuchs. Nach ca. 150 Metern war deutlich zu erkennen, dass in der vergangenen Nacht eine Rotte Sauen den Buchenwald nach Fraß durchpflügt hatte. Ab hier hatte es der Rüde sichtlich schwer die Fährte zu halten. Leider schien die Rotte, der am Vortag getretenen Fährte gefolgt zu sein so dass der Rüde im Verlauf der nächsten 500 Meter zwei Abrufe kassierte. Auf den verbleibenden ca. 400 Metern musste der Hundeführer seinen Hund noch zweimal korrigieren. Zwei Abrufe und zwei Führerkorrekturen ergaben die Note 2.

    HS Achill fand den Anschuss der Fährte 3 in der vorgegebenen Zeit. Der Hundeführer konnte das verweisen seines Rüden erkennen und zeigte es den Richtern durch Handzeichen. Die ersten Meter der Fährte arbeitete der hirschrote Rüde ruhig und bedächtig. Nach ca. einhundert Metern verlies der HS die Fährte und folgte einer frischen Verleitung. Leider konnte der Hund sich nicht mehr auf die Prüfungsfährte konzentrieren, so dass sein Führer die Fährtenarbeit an dieser Stelle abbrach. Hochachtung vor dieser völlig richtigen Entscheidung des Rüdemanns. Es ist sicher sehr ärgerlich, wenn nach einer langen Vorbereitungszeit und einer Kosten intensiven Anreise solch eine Entscheidung getroffen werden muss aber für die weitere Entwicklung eines Schweißhundes ist es nicht dienlich wenn er an solch einem Tag noch weiter auf der Fährte frustriert wird. Achill am Anschuss mit Richtern und Gästen

    Die einzige Rotwildfährte des Tages arbeitete die HS Hündin BRUNHILD mit Bravour, ohne eine Korrektur zum Endstück. Mit der schnellen Vorsuche und der hervorragenden Riemenarbeit hinterließ die Hündin einen bleibenden Eindruck bei Richtern und Korona und konnte für die gezeigten Leistungen die Note 8 entgegennehmen.

    Trotzdem zwei Hunde die Riemenarbeit nicht zum Ende bringen konnten ließen die Führer Ihre Hunde durchprüfen. In den Gehorsamkeitsfächer, pirsch gerechtes Verhalten und herankommen auf Höhr- oder Sichtzeichen erzielten alle Hunde gute Ergebnisse. Zu einer Erfolgreichen Hundeprüfung gehört nicht nur eine langwierige gewissenhafte Einarbeitung, sondern auch ein kleines Quäntchen Glück. Dieses Glück fehlte der BRUNHILDE an diesem Wochenende, beim Fach Schussfestigkeit löste sich die Hündin kein Stück von Ihrer Führerin so dass es zu keiner Schussabgabe kam und die Hündin in diesem Fach nicht bewertet werden konnte. Bei den weiteren Schüssen für die anderen Prüflinge zeigte sich die Hündin völlig unbeeindruckt so das nicht von einer Schussscheue ausgegangen werden kann. Die Prüfungsordnung sagt aber nun mal „20 Meter vom Führer“ entfernt und so konnte die Hündin, trotz einer überragenden Riemenarbeit die Vorprüfung an diesem Tage nicht bestehen. Alle anderen Hunde zeigten sich vom Schuss in keinster Weise beeindruckt. BRUNHILDE nach beeindruckender Riemenarbeit am Endstück

    Im letzten Prüfungsfach, legten alle Hundeführer ihre Hunde „Fest“ ab. Nach ruhigen dreißig Minuten konnten die Führer ihre Hunde wieder in Empfang nehmen.

    Während der Prüfungsleiter die Zensurenblätter und die zu vergebende Urkunde ausfüllte fanden noch zwei Nachzucht-Bewertungen statt.

    Zum Abschluss der Prüfung überreichte der Prüfungsleiter die Zensurenblätter und die Urkunde. Er bedankte sich bei den Hundeführern, den Richter und Helfern für die Durchführung dieser Prüfung und verabschiedete sich mit einem Weidmannsheil bei den Teilnehmern und den anwesenden Gästen.

    Suchensieger:
    BGS ADDI 95 Punkte III. Preis
    HS BRUNHILDE 108 Punkte ohne Preis
    HS WENDY 75 Punkte ohne Preis
    HS Achill 72 Punkte ohne Preis

    Tino Fiedler
    Richter SHVD
     
    Bericht über die Vorprüfung Altenbrak am 06.und 07.05.2022

    Bericht über die Vorprüfung Altenbrak am 06.und 07.05.2022

    Der Prüfungsordnung entsprechend traten die eingesetzten Leistungsrichter und ein Richteranwärter am Freitag den 6.5.22 ab 12.00 Uhr die vier Fährten im Prüfungsrevier Altenbrak.
    Die Länge der Fährten betrug min. 1000 Meter bei einer Standzeit von min. 20 Stunden.
    Getreten wurden die Prüfungsfährten mit den Schalen der jeweils genannten Wildart (Rot,-Schwarz, oder Damwild) ohne Verwendung von Schweiß.
    Das Revier Altenbrak ist ein typisches Mittelgebirgsrevier in einer Höhenlage von ca. 450 m ü. NHN.
    Ursprünglich wurde das Waldbild von ausgedehnten Fichten und Buchenalthölzern geprägt.
    In den letzten Jahren fielen die Fichtenbestände komplett der Trockenheit und dem Borkenkäfer zum Opfer sodass die verbliebenen Buchenalthölzer immer wieder von Kahlflächen unterbrochen werden. Die Hauptwildart ist das Rotwild welches von einem geringen Schwarz und Rehwildaufkommen ergänzt wird. Die ehemals guten Muffelbestände sind durch die reichlich vorhandenen Großprädatoren nahezu erloschen. Am Prüfungstag herrschte sonniges und bis zum Mittag trockenes Frühlingswetter.
    Die Bestände waren noch ausreichend feucht sodass die Bedingungen als ideal bezeichnet werden konnten.

    Am Samstag den 7.5.22 um 8.00 Uhr eröffnete der Prüfungsleiter, Dr. Rene Schiffner die Vorprüfung des SHVD. Genannt hatten vier Gespanne von denen am Prüfungstag Eines nicht erschien. Dieser kurzfristige Ausfall ist sehr bedauerlich da es dem Prüfungswart nicht möglich war ein Ersatzgespann zu bekommen.

    Somit stellten sich an diesem Tag den Prüfungsanforderungen

  • 1. BGS KORA, gewölft 8.5.20
  • 2. BGS KARL-SEPP, gewölft 8.5.20
  • 3. BGS CAR, gewölft 4.6.19


  • Vorprüfung Altenbrak Mai 2022 Nach der Kontrolle der Chipnummern, der Impfausweise sowie der Jagdscheine und Ahnentafeln verloste Weidgenosse Schiffer die Fährten. Zweimal Rotwild und einmal Schwarzwild sollten heute gearbeitet werden.
    Aufgrund der Reihenfolge des vortägigen Tretens der Fährten musste das verbliebene „ Schwarzwild Gespann“ mit der Riemenarbeit beginnen.
    Die einzige Hündin dieser Prüfung, verwies den Anschuss deutlich und fiel sofort die gerechte Fährte an.
    Den ersten Haken überschoss die BGS Dame um ca. 10 Meter, korrigierte sich aber selbst und kam durch zügiges Bogenschlagen wieder auf die Prüfungsfährte. Alle weiteren Haken arbeitete die Hündin absolut Fährtentreu.
    Eine Verleitung, von einem in seinen Tageseinstand ziehenden Rotwildrudels, verwies die Hündin durch winden Richtung der Tiere, verließ jedoch ihre Fährte nicht und arbeitete konsequent weiter bis zum Endstück.
    Diese sehr sichere Riemenarbeit ohne Richterabruf und Führerkorrektur wurde von den Richtern mit der Note 8 honoriert.

    Da die zweite Schwarzwildfährte nicht gearbeitet werden konnte begaben sich die Richter zurück zur Jagdhütte um von dort mit der ersten Rotwild-Fährte zu beginnen. Das Los hatte entschieden das der kräftige BGS Rüde CAR genannt Lutz die Riemenarbeit auf der Fährte 3 Rotwild ablegen sollte.
    Lutz verwiess den Anschuss deutlich was auch vom Hundeführer erkannt und durch Arm heben angezeigt wurde. Nach kurzem bewinden verließ der Rüde den Anschuss Bereich auf der am Vortag getretenen Fährte.
    Lutz arbeitete zügig durch ein Buchenstangenholz den ersten Haken in einen feuchten, an eine Wiese grenzenden Bachlauf. Diesen überquerte er ohne sich von den deutlich sichtbaren Rotwildwechseln beeindrucken zulassen. Auf der anderen Bachseite führte die Fährte wieder Hang hoch über eine Käferfläche welche sich allmählich mit Himm-und Brommbeere bewächst. Bis zum zweiten Haken arbeitete der BGS Rüde sicher und Fährtentreu. Den zweiten Haken überlief Lutz und folgte dann augenscheinlich einer sehr frischen Verleitung.
    Der erste Abruf war fällig.
    Aber weder Hund noch Führer wirkten sonderlich beeindruckt. Das Gespann suchte sich durch bögeln seine gerechte Fährte und zog dann unbeirrt und den dritten Haken perfekt ausarbeitend zum Endstück. Auch dieser Hund war sehr gut eingearbeitet und zeigte sein Können beeindruckend.
    Aufgrund des einen Richterabrufs erhielt das Gespann für die Riemenarbeit die Note 6.

    200 Meter weiter wartete schon der zweite Rüde samt Führer auf die Richter und die begleitende Korona.
    Nach der Einweisung durch einen Richteranwärter zeigte der Hund deutlich den Anschuss und bewindete ihn ausgiebig. Der Führer erkannte das Verweisen seines Rüden und zeigte es der Richtergruppe durch Handzeichen. Auch von diesem Anschuss zog der Hund sicher in den maigrünen Buchenaltbestand mit streckenweise kniehoher Naturverjüngung, welche abwechselnd mit trockner laubstreu oder frisch getriebenen Grasflächen durchsetzt war. Sicher und genau dem Fährtenverlauf folgend, arbeitete der Rüde zum Endstück. Eine absolut überzeugende Arbeit welche mit einer hohen Note 8 bewertet wurde.

    Im Verlauf der Fährtenarbeite verwies der BGS vier von acht Verweiserpunkten.
    Die im Anschluss an die Riemenarbeit durch geführten Gehorsamkeitsfächer, pirsch gerechtes Verhalten und herankommen auf Höhr- oder Sichtzeichen wurde von allen Hunden mit guten Ergebnissen absolviert. Auch bei der Schussfestigkeit zeigte sich keiner der drei Hunde beeindruckt so das in diesem Fach durchweg sehr gute Noten vergeben werden konnten.

    Traditionell bildet das halbstündige Ablegen der Prüfungshunde den Abschluss der Vorprüfung. Jetzt hieß es für die Hundeführer dreißig Minuten gespanntes Lauschen ob ihre Gefährten ,ihren sonst durchaus gewollten Laut, nicht hören lassen. Alle drei Hunde wurden „fest“ also angeleint abgelegt.
    Nach dreißig langen Minuten konnten drei glückliche Hundeführer ihre geprüften Jagdgefährten abholen.
    An der Hütte warteten dann auch die mitgereisten Partnerinnen mit einem Gläschen Sekt auf Ihre erfolgreichen Jagdgespanne. Zwei Hunde benötigten für Ihre jagdliche Brauchbarkeit noch das Fakultativfach „Verhalten auf dem Stand“. Hierbei muss der Hund seine Ruhe bei Treiberlärm und Schussabgabe unter Beweis stellen.
    Die bei jeder Vorprüfung durchgeführte Form Bewertung erbrachte für alle drei Hunde ein SG (sehr gut).

    Zum Abschluss der Prüfung überreichte der Prüfungsleiter die Zensurenblätter und die Urkunden. Er bedankte sich bei den Hundeführern für die sehr gute Einarbeitung der Schweißhunde und für die an diesem Tag gezeigten Leistungen. Vorprüfung Altenbrak Mai 2022

    Suchensieger: BGS KARL-SEPP mit 160 Punkten im III Preis unter seinem Führer Hans-Jörg Kramer BGS KORA mit 155 Punkten im III Preis unter seinem Führer Jörg Sachse BGS CAR mit 138 Punkten im III Preis unter seinem Führer Jürgen Gerwing

    Im Namen der Richter und Richteranwärter des SHVD wünsche ich allen drei Gespannen „Suchen Heil“ für ihre jagdliche Zukunft.

    Tino Fiedler Richter SHVD
     
    Hauptprüfung 27.12.2021 - Don von der Fährtentreue mit Führer Ullrich Tischer in Wolkramshausen

    Bericht über die Hauptprüfung des Hannoverschen Schweißhund DON von der Fährtentreue unter seinem Führer Ullrich Tischer – Wolkramshausen

    Vorprüfung Thümmlitzwald

    Am 27.12.2021 gegen 9.30 Uhr wurde ich vom Weidgenossen Tischer informiert, dass auf einer Nachbarjagd ein Stück Schwarzwild beschossen wurde. Laut Schützen hatte das ca. 50 kg schwere Stück geklagt und im Verlauf der Fluchtfährte wäre Schweiß zu finden.

    Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Prüfungswart wurde ich als Richter für eine Hauptprüfung des Weidgenossen Tischer eingeteilt

    Der Überläufer wurde gegen 8.30 Uhr im Rahmen einer kleinen Gemeinschaftsjagd aus einer Rotte von sieben Stücken beschossen. Ich traf mich mit dem Schützen, einem Begleiter und dem Weidgenossen Tischer um 13.00 Uhr in Wolkramshausen. Der Anschuss lag in dem gemeinschaftlichen Jagbezirk der Nachbargemeinde Hainrode im Höhenzug der Hainleite. Nach einer kurzen Fahrt stellten wir die Fahrzeuge im Buchenhochwald am Fuße eines Steilhangs ab und begaben uns zu der auf halben Hang stehenden Ansitzeinrichtung, von dort wies uns der Schütze nochmals ca. 100 Meter Hang aufwärts zum Anschuss. Der Anschuss befand sich in einem lichten Altbuchen Bestand, ca. 100 Meter unterhalb der Kuppe des sehr steilen Hanggeländes.

    Zum Fährtenbeginn am 27.12.2021 um 13. 20 Uhr betrugen die Temperaturen ca. 3° C und es lag eine leichte ca. 3 cm starke Schneedecke. Die Schneelage begann zu tauen. Der Bereich des Anschuss wies keine Boden Vegetation auf. Unter der Schneedecke befand sich vorjähriges Laub.

    Am Anschuss verwies der Rüde den deutlich sichtbaren Schweiß und fiel die gut zu kontrollierende Fährte freudig an. Die Fährte führte auf kürzestem Wege auf die Geländekuppe. Im weiteren Verlauf zog der kranke Überläufer mit seiner Rotte durch die jetzt reichlich vorhanden Buchenrauschen. Der Rüde hatte keine Probleme die Fährte zu halten und folgte dieser zügig. Nach ca. 1000 Metern bögelte der Hund an einem Weg und nahm dann die Fährte der verletzen Sau wieder auf. An dieser Stelle hatte sich der kranke Überläufer von seiner Rotte getrennt. Eine weitere deutlich sichtbare Verleitung ignorierte der Schweißhund konsequent und folgte „seiner“ Krankfährte. Die Bestätigung durch Schweiß wurde im weiteren Verlauf immer weniger. Abschnittsweise fehlte sie völlig.

    Nach weiteren ca. 2000 Metern zügiger Riemenarbeit kamen wir an ein frisches Wundbett. Der Rüde signalisierte durch Laut, dass er geschnallt werden wollte. Weidgenosse Tischer gab den Hund frei und wir folgten dem verhalten Laut gebenden Rüden. Lang konnten wir der Hatz mit den Ohren nicht folgen und mussten uns auf das Garmin verlassen. Nach wenigen Minuten signalisierte das Ortungsgerät das keine Kommunikation mit dem Hund mehr bestand und wir eilten in die zuletzt angegebene Richtung. Nach ca. 10 Minuten hörten wir den tiefen Standlaut des Rüden und wenig Minuten später signalisierte auch das Garmin wieder Kontakt. Nach einem kräftezehrenden Spurt hörten wir den Schweißhund im Gegenhang.

    Leider hielt die Sau, unsere laute Rutschpartie Hang ab nicht aus und als wir auf der anderen Seite wieder oben ankamen, konnten wir nur noch die Spuren des Stellens im Schnee sehen. Die Sau schweißte wieder stärker. Standlaut war im Moment nicht zu vernehmen, daher folgten wir dem Signal des Ortungsgerätes, welches uns den Rüden ca. 500 Meter entfernt anzeigte.

    Nach ca. 300 Meter hörten wir wieder tiefen Standlaut und nährten uns unter Beachtung des Windes der Bail. Auf einer Freifläche an der Wald/ Feld Kante hatte sich die Sau in einem Fußballfeld großen Schwarzdorn verschanzt. Anfangs sahen wir weder den stetig Laut gebenden Hund, noch die kranke Sau. Weidgenosse Tischer ging langsam in den Schwarzdorn. Der Rüde hatte wohl unser Kommen bemerkt und attackierte den Überläufer massiv. Trotz einer sehr rabiaten Attacke des Schwarzkittels setzte der Rüde sofort nach und bedrängte die Sau weiterhin sehr scharf. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung konnte der Hundeführer den erlösenden Fangschuss antragen.

    Um 15.15 Uhr war ein ca. 50 kg schwerer Überläuferkeiler mit einem Schuss am rechten Hinterlauf zur Strecke. Durch die vorgefundenen Pirschzeichen und das Fährtenbild gehen Hundeführer und Richter davon aus, dass der Knochen erst auf der Hatz brach und bis zum Wundbett noch intakt war.
    Tino Fiedler

    Nach einer Riemenarbeit von ca. 3000 Metern und einer Hatz von 2000 Metern, wobei der Rüde zweimal ca. 10 Minuten stellte, kam ein Überläufer von ca. 50 kg mit tiefem Hinterlauf Schuss, durch Fangschuss, zur Strecke.
    45 Punkte 1 Preis

     
    Wesenstest „Schwarzwild“ des SHVD im Oktober 2021

    Wesenstest „Schwarzwild“ des SHVD im Oktober 2021

    Im § 2 der Satzung des SHVD ist nicht nur die Führung und Prüfung von Schweißhunden zum Jagdgebrauch festgeschrieben, sondern auch der Tierschutz im Absatz a) verankert. Im Sinne dieser Satzung und der Vorbereitung auf eine Tierschutzgerechte Nachsuche ist die Einarbeitung der Schweißhunde am Schwarzwild unerlässlich. Neben der Gewöhnung der Hunde an dieses wehrhafte Wild erhält der Zuchtwart ein weiteres Kriterium für die Zuchtauswahl.

    Am vorletzten Oktober Wochenende hatten der Prüfungswart Dirk Tenzler und sein Stellvertreter Thomas Mütze einen Wesenstest im Schwarzwildgatter Seelitz anberaumt. Seit der Übergabe im Jahr 2015 durch den Staatsbetrieb Sachsenforst wird das Gatter im Wermsdorfer Wald vom Landesjagdverband Sachsen betrieben. In der sechs Hektar großen Anlage befindet sich ein Arbeits- sowie ein Ruhebereich für die dort lebenden Schwarzkittel. Ein Doppelzaun trennt die borstigen Bewohner von ihren freilebenden Artgenossen. Der Aufenthaltsbereich für die Hundeführer wird durch eine aufwendig gestaltetet Blockhütte geprägt.

    15 Mitglieder des SHVD, welche im Vorfeld eine Nennung an die Geschäftsstelle gesandt hatten, wurden ins Gatter Seelitz geladen. Am Samstag um 10 Uhr eröffneten die Leistungsrichter Dirk Tenzler und Thomas Mütze die Prüfung. Beide Mitglieder fungierten für diesen Termin als Richter.

    Im Gegensatz zu den Stöberhunden werden unsere Hunde sichtig an die Sauen geführt und dann geschnallt. Jetzt sollte der Schweißhund ohne Zögern, druckvoll den Sauen folgen und anhaltend an ihnen arbeiten. Ein zurückkommen zum Führer(pendeln) ist nicht erwünscht. Die Bewertung erfolgt in vier Klassen: sehr Gut – gut - befriedigend und nicht bestanden.

    Am letzten Wochenende konnte alle Hunde den Wesenstest „Schwarzwild“ mit folgenden Leistungen bestehen:

    • Sehr Gut : 2 Hunde
    • Gut: 10 Hunde
    • Befriedigend: 3 Hunde
    Der SHVD dankt dem Staatsbetrieb Sachsenforst, dem Landesjagdverband Sachsen und allen ehrenamtlichen Gattermeister/innen welche im gesamten Bundesgebiet diese sehr zeitaufwendige Arbeit im Sinne einer tierschutzgerechten Jagd wahrnehmen.

    Weidmannsheil
    Tino Fiedler

     
    Vorprüfung vom 02.10.2021 Revier Waldmühle Colditz

    Ergebnisse Vorprüfung 02.10.2021 Revier Waldmühle Colditz

    Gespann Punkte Preis
    Sven Sauter mit Dajo z Doliny Doicy, BGS 64 o.P.
    Norbert Häßlein mit Josef vpm Redweiher, BGS 95 III.
    Paul Sudermann mit Cesar Cierny Husec, BGS 125 III.
    Manuela Franz mit Paule, BGS 153 III.
    Ullrich Wehr mit Edda vom Oelsetal, HS 91 o.P.
     

    Prüfungsbericht

    Auswertung Deutsch-Dänischer Gattertag
     
    Vorprüfung am 11.09.2021 in Dresden

    Ergebnisse Vorprüfung am 11.09.2021 in Dresden

    Gespann Punkte Preis
    Silvio Schreiber mit Quenta von Militzers Meute 142 III.
    Willy Merker mit Era le bleu Cardinalis 54 III.
    Ralph-Jürgen Koch mit Cleo vom Forsthaus Wuppgarten 18 o.P.
    Paul Sudermann mit Cesar Cierny Husec 91 o.P.
    Rico Schmidt mit Alpha aus dem Ried 95 III.
    Torsten Flohr mit Addi vom Behretal 24 o.P.
     

    Prüfungsbericht

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    Bericht und Ergebnisse Vorprüfung am 10.07.2021 in Münchehofe ( Brandenburg )

    Ergebnisse Vorprüfung am 10.07.2021 in Münchehofe ( Brandenburg )

    Gespann Punkte Preis
    Klaus Heutmann mit Brutus vom Finowtal HS 161 I.
    Dietmar Sperling mit Anna vom Niedermoor HS 157 II.
    Brigitte Bergmann-Müller mit Bob (HS) 123 II.
    Marko Bachmann mit Albert vom Behretal (BGS) 110 III.
     

    Prüfungsbericht

    Unsere 5.Vorprüfung im Prüfungsjahr 2021 fand im Bereich des Forstamtes Münchehofe, Landkreis Dahme – Spreewald statt.

    Als Prüfungsleiterin und Richterin wirkte die Wdg. Manuela Franz.
    Die Wdg. Jörg Schubel ( Richterobmann ) und Rainer – Joachim Janenz ( Richteranwärter ) vervollständigten das Richterkollegium. Die Formbewertung wurde durch den stellv. Zuchtleiter Wdg. Mario Hörig durchgeführt.

    Nach dem Treten der Fährten ab Freitag Mittag ergoss sich ein kräftiger Regen mit mehr als 20 l/m² über den Prüfungsforst. Trotz oder wegen des kräftigen Regens konnten die Prüfungsgespanne gute und sehr gute Ergebnisse erreichen.

    An dieser Stelle einen herzlichsten Dank an die Landesforst Brandenburg. Einen besonders Dank an die Wdg. Manuela Franz für die ausgezeichnete Vorbereitung und Umrahmung der Prüfung.
     
    Ergebnisse Vorprüfung Hirschfelde 22.05.2021

    Ergebnisse Vorprüfung Hirschfelde 22.05.2021

    Gespann Punkte Preis
    Falk Ehrke mit Arthur von der Nossentiner Heide - o.P.
    Ingo Timm mit Fari von der Fährtentreue 93 III.
    Claas Seebandt mit Eiko vom Oelsetal - o.P.
    Rouben Hunk mit Irma z Grodziskich Borow - o.P.
     
    Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitzwald 05.06.2021

    Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitzwald 05.06.2021

    Gespann Punkte Preis
    Evely Wolandowitsch mit Alma von der Süntelbuche 76 III.
    Susanne Ehe mit Birke vom Finowtal - o.P.
    Claas Seebandt mit Eiko vom Oelsetal 150 III.
    Frank Jähnigen mit Peter vom Laußnitzer Jägerhof 124 III.

    Prüfungsbericht

    Vier Nachsuchengespanne haben sich der Herausforderung einer Vorprüfung im sommerlichen Thümmlitzwald am 05.06 gestellt. Die Gruppe aus HS und BGS hat sich am Waldparkplatz im Thümmlitzwald um kurz vor 8 eingefunden. Als Prüfungsleiter fungierte Herr Dirk Tenzler, die weiteren Richter waren Herr Tino Fiedler und Herr Thomas Mütze. Als Zuchtwartin bewertete Frau Dagmar Röhler-Scheler die Hunde. Es wurden die Startnummern verlost und der bevorstehende Prüfungsablauf besprochen.

    Das erste Prüfungsgespann machte sich daraufhin auf den Weg zur einzigen Schwarzwildfährte. Unter den verbliebenden Gespannen war die Anspannung deutlich zu merken. Auch die Hitze und stechenden Mücken, machten dies nicht einfacher zu ertragen. Nach einer gefühlten Ewigkeit mussten wir mit bedauern feststellen, dass das erste Gespann leider nicht beim Stück angekommen ist.

    Als zweites Gespann musste die einzige BGS Hündin des Tages ihr Können unter Beweis stellen, welches sie auch tat.

    Zwischen den einzelnen Fährten führte Frau Dagmar Röhler- Scheler die Formbewertungen der Hunde durch.

    Dann war ich mit meinem HS Rüden Eiko von Oelsetal an der Reihe. Meine Anspannung stieg von Minute zu Minute. Vor dem Beginn der Fährte bot ich dem Hund noch reichlich Wasser an und benässte seinen Nasenschwamm, da die Temperatur mittlerweile an die 30 Grad erreicht hatten. Am Ort des Geschehens wurde ich eingewiesen, wo das Stück Rotwild am Vortag beschossen wurde. Ich schickte Eiko zur Vorsuche, wo er den Anschuss verwies und zügig die gerechte Fährte annahm. Es ging tief in die grüne Hölle des Thümmlitzer Waldes über Stock und Stein. Plötzlich standen wir vor einem Abhang, wo sich ein kleiner Bachlauf durchschlängelte. Ich fragte mich noch „sind die Richter hier wirklich den Abhang runter und durch den Bach durch?“, aber Eiko lag stramm im Riemen und somit vertraute ich meinem Hund und folgte ihm den Abhang hinunter und durch den Bach durch. Hangaufwärts war Eiko kurz auf einer Verleitfährte, wo er sich aber souverän selbst korrigierte und die letzten Meter zum Stück arbeitete. Am Haupt angekommen fiel mir ein riesen Stein vom Herzen und meine Emotionen waren mir deutlich anzusehen.

    So ging es zurück zu den verbliebenen Gespannen und wir fieberten weiter mit dem letzten Teilnehmer, welcher auch mit einem Erlegerbruch an der Halsung zurückkehrte.

    Im Anschluss an der Fährtenarbeit durchliefen die verbliebenen Gespanne die Gehorsamsfächer. Beim Ablegen gingen alle Hundeführer auf Nummer sicher und legten die Hunde fest ab, keiner wollte mehr ein Risiko eingehen. Die 30 Minuten vergingen quälend langsam, aber es war kein Jaulen oder Bellen zu vernehmen und so bestanden alle Gespanne die letzte Prüfung. Die sichtliche Erleichterung konnte man allen Hundeführern ansehen und für uns ging es zum gemütlichen Teil mit Wurst und einem Kaltgetränk über. Das Richterwesen füllte die Urkunden aus, welche im Anschluss feierlich übergeben wurden.

    Vorprüfung Thümmlitzwald

    Im Namen aller Teilnehmer bedanken wir uns herzlich beim Richterwesen und allen mitwirkenden Personen, die dies möglich gemacht haben. Die Organisation und der Ablauf des Tages waren perfekt.

    Im Anschluss der Veranstaltung machten wir uns glücklich und zufrieden wieder auf den Weg ins schöne Schleswig-Holstein.

    Vorprüfung Thümmlitzwald



    Ich wünsch allen Gespannen viel Suchenheil und spannende Erlebnisse mit ihren Hunden.
    Klaas Seebandt
    Ergebnisse Vorprüfung Friedrichsmoor 05.06.2021

    Ergebnisse Vorprüfung Friedrichsmoor 05.06.2021

    Gespann Punkte Preis
    Ernst Jürgen Eggert mit Bonny v.Forsthaus Wuppgarten - o.P.
    Anja Stallbaum mit Aras vom Nuthetal 119 III.
    Hartmut Gerwin mit Eyla vom Oelsetal 125 II.
    Enrico Stümer mit Ailo vom Niedermoor 171 I.
     
    Ergebnisse Vorprüfung Colditz 08.05.2021

    Ergebnisse Vorprüfung Colditz 08.05.2021

    Gespann Punkte Preis
    Marc Bindzau mit Adolf vom Niedermoor 78 III.
    Alfred von der Hohenwarte Joachim Saul Horvay 80 III.
    Klaus Heutmann mit Brutus vom Finowtal - o.P.
    Noemi Jahn mit Dina z Doliny Doicy 135 II.
     
    Bericht und Ergebnisse der Vorprüfung Thümmlitz 17.10.2020 im Revier „Thümmlitzwald“

    Prüfungsbericht

    Fallende Tropfen, fallende Blätter, fallende Steine und ein fallender Vorhang

    Ein wolkenverhangener, grauer Himmel, feiner Nieselregen und nasses Laub auf den Straßen – so begrüßt uns der „goldene Oktober“ in Sachsen. Dazu mischt sich ein flaues Gefühl in der Magengegend, das das Frühstück eher zu einem notwendigen als einem genussvollen Ritual werden lässt. Heute ist Vorprüfung, endlich will ich sagen, weil im Vorfeld einiges nicht so war, wie es sein sollte. Der Termin im April wurde wegen Corona abgesagt, drei Tage vor dem nächsten Prüfungstermin brach sich meine Jola den Mittelfuß. Mitte September kam dann die Einladung zur VP in den Thümmlitzwald und dort stehen wir nun, am 17. Oktober kurz vor 8 Uhr auf dem Waldparkplatz inmitten tropfender Wälder. Mit uns sind drei weitere Gespanne angereist, um diese Prüfung zu absolvieren.

    Unser Prüfungsleiter Thomas Mütze begrüßt uns Prüfungsteilnehmer, die Richter und die als Gäste mitgereisten Ehefrauen. Weil der Himmel wieder sanft seine Schleusen öffnet und feine Tropfen zur Erde fallen lässt, verlagern wir den Aufenthaltsort zu einer Schutzhüte. Die Fährtenarbeit der ersten Gespanne stellt nicht nur mich auf eine harte Probe. Immer wieder kommt das Gespräch darauf, wie es wohl den Führern mit ihren Hunden gelingt, die vorbereiteten Fährten zu arbeiten. Als erster erscheint dann Uli Tischer wieder am Sammelplatz und erleichtert stellen alle Wartenden fest, dass seine Hündin einen Bruch trägt. Ein freudiges, kräftiges Weidmannsheil zur erfolgreichen Arbeit, ein kurzer Bericht, dann kreisen meine Gedanken schon um unseren Einsatz. Als Nummer drei führt ein Helfer mich dann mit meiner Hündin in die Nähe „meines“ Anschusses. Kurz darauf erreicht das zweite Gespann nach erfolgreicher Arbeit das Ende der Fährte, der Bruch wird überreicht und die Arbeit bewertet. Schon ruft das Richterkollektiv mich mit meiner Jola zur Arbeit.

    „Hier wurde gestern ein Stück Rotwild beschossen. Es ist ungefähr in diese Richtung geflüchtet. Wir bitten Sie, die Nachsuche zu übernehmen.“ Ich kann gerade noch stammeln, dass wir unser Bestes geben werden, dann versuche ich einigermaßen meinen Hund auf die Arbeit einzustimmen. Zur Vorsuche geschickt, nimmt Jola die Nase an den Boden und sucht ihre Fährte. Ich laufe einfach hinterher. Ich laufe hinter meinem Hund, der, die Nase im feuchten Gras, der für mich unsichtbaren Fährte folgt. Nasse Sträucher und Bäume entladen ihre gesammelten Tropfen über uns und ich werde allmählich nass und vor allem ruhiger. Als Jola das erste Wundbett verweist, fällt mir ein Stein vom Herzen, beim zweiten fällt der nächste. Irgendwann arbeitet die Hündin einen verwachsenen Weg entlang. Zweifel kommen auf, aber ich folge weiter, denn Jola weiß, was sie tut. Plötzlich stehen wir vor einem steilen Graben. „Das kann nicht sein,“ denke ich. „Da werden sie doch nicht durchgelaufen sein, als sie die Fährte getreten haben?!“ Doch! Sie sind genau dort hindurch gelaufen. Kurze Zeit später sind wir am Ende der Fährte. Jetzt fallen gefühlt tausend Steine von meinem Herzen. Bei meiner Rückkehr zum Sammelpunkt fallen noch mehr Steine von vielen Herzen. Nun fiebern wir gemeinsam mit dem vierten Gespann, welches dann auch die Riemenarbeit erfolgreich absolvieren kann.

    Auch die anschließende Prüfung der Leinenführigkeit, des Gehorsams und der Schussfestigkeit können alle Gespanne erfolgreich absolvieren. Als letzte Herausforderung hält die Prüfungsordnung das Fach Ablegen bereit. Alle Hundeführer beschließen, ihre Hunde fest abzulegen, niemand will mehr ein Risiko eingehen. An den zugewiesenen Plätzen werden die Hunde mit dem Riemen fest abgelegt. Nun entfernen wir uns außer Sicht- und Hörweite. Es folgen für die Hundeführer 30 Minuten höchster Anspannung, lauschen, ob nicht doch ein Laut zu hören ist und wiederholte Blicke auf die Uhr. Zäh fließen die Minuten, stetig fallen immer noch Tropfen, allerdings nur noch von den nassen Bäumen. Der Himmel hat seine Wolkentore geschlossen. Endlich fällt der zweite Schuss und kurze Zeit später kommt für uns vier Rüdemänner die erlösende Botschaft, dass wir unsere Hunde abholen dürfen. Jetzt fallen nochmals etliche Steine und Entspannung macht sich auf unseren Gesichtern breit. Es ist deutlich heller geworden, finden wir. Am Sammelplatz erwarten uns heiße Würste und kalte Getränke, den Prüfungsleiter und seine Richter noch einmal ein Berg Arbeit. Für uns ist es Zeit, Geschichten erlebter Prüfung oder Nachsuche zu erzählen, Bilder werden gezeigt und Erfahrungen ausgetauscht. Wir können jetzt die angenehme Atmosphäre so richtig genießen.

    Pünktlich, als unser Prüfungsleiter Thomas Mütze allen vier Gespannen die Urkunden für die bestandene Vorprüfung überreicht, fällt der Vorhang der Wolken und die Sonne blinzelt für einen Augenblick in strahlende Gesichter. Mit uns Hundeführern freuen sich die Richter über die gezeigten Leistungen und der Prüfungsleiter, dessen Arbeit hier belohnt wird. Ein wirklich gelungener Tag, der so trübe begann, findet hier seinen Abschluss. Danke für die freundliche, familiäre Atmosphäre. Danke für eure unermüdliche Arbeit, die uns einen erfolgreichen Tag bescherte.

    Schade, dass der Hörnerklang im Herbstwald ausfallen musste. Dankeschön, auf Wiedersehen.

    Ich wünsche euch allen kräftiges „Suchenheil“, das nötige Geschick, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen und vor allem euch und euren Hunden Gesundheit.

    Dirk Schröder

    Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitz 17.10.2020

    Prüfungsleiter: Thomas Mütze
    Richter Gruppe I: Richter Thomas Mütze, Dirk Tenzler, Mario Hörig
    Die Formbewertung wurde am zentralen Sammelpunkt durch Dagmar Röhler durchgeführt.
    Gespann Wildart Punkte Preis
    Ulrich Tischer mit Arina vom Niedermoor SW 99 III.
    Tino Fiedler mit Aenni vom Behretal RW 157 III.
    Sören Miersch mit Cero Cierny husec SW 109 III.
    Dirk Schröder mit Jola Dedov dvor SW 137 III.
     
    Ergebnisse Vorprüfung Dresdener Heide 05.09.2020
    Gespann Rasse Punkte Preis
    Prüfungsleiter: Dirk Tenzler

    Gruppe I:

    Richter: Dirk Tenzler; Tino Fiedler; Manuela Franz
    Ernst Jürgen Eggert Bonny vom Forsthaus Wuppgarten HS 75 o.P.
    Ludwig Schultz mit Elsa vom Ölsetal HS 142 III.
    Dr. Jürn Radtke mit Heksehulens Alexander HS 127 III.

    Gruppe II

    Richter: Mario Hörig; Jörg Schubel; Uli Tischer
    Dr. Rene Schiffner mit Petrus Krigor BGS 153 II.
    Evely Wolandowitsch mit Alma von der Süntelbuche BGS - o.P.
    Willy Merker mit Era Le Bleu Cardinalis BGS 109 o.P.

    Die Formbewertung wird durch die Weidgenossin Dagmar Röhler und Manuela Franz durchgeführt.
     
    Bericht und Ergebnisse der Vorprüfung am 17.07.2020 im Revier „Thümmlitzwald“

    Prüfungsbericht

    Als ich gut 3 Wochen vor dem geplanten Prüfungstag die Einladung zur Vorprüfung in der Hand hielt, ging mir so einiges durch den Kopf:
    • Wie weit wird das zu fahren sein?
    • Was für ein Revier wird man vorfinden?
    • Welchen Menschen wird man begegnen?
    • Und vor allem – Wie wird mein Hund die gestellten Aufgaben meistern?
    In der bis zur Prüfung verbleibenden Zeit versucht man natürlich weiterhin den Prüfungskandidaten so gut wie möglich auf diesen Tag vorzubereiten. Orientiert an der Prüfungsordnung des SHVD wurden die zu bewältigenden Aufgaben regelmäßig abgearbeitet und geübt, jedoch möglichst ohne spürbaren Stress für Hund oder Herrchen aufzubauen. Auch wenn der Hund im Vorfeld die Aufgaben freudig und gut erledigt, so bleibt doch die Anspannung, ob an dem besagten Tag alles gelingen wird.

    Wie man sich vorstellen kann, verflog die verbleibende Zeit bis zum Prüfungstag schneller als erwartet.

    Als ich am Prüfungstag dann um 7:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ankam, wurde ich von der Zuchtwartin Frau Dagmar Röhler-Scheler und dem Hunderichter Herrn Thomas Mütze freundlich begrüßt. In flüssigem Ablauf wurden Jagdschein und Impfpass des Hundes kontrolliert, die Ahnentafel übergeben und die Chipnummer ausgelesen. Bis zum eigentlich Beginn um 8:00 Uhr waren alle Prüfungsbeteiligte eingetroffen. Der Prüfungswart, Herr Dirk Tenzler, stellte das Prüfungsteam, bestehend aus Frau Manuela Franz, Herrn Thomas Mütze und ihm als Prüfungsrichter und Frau Dagmar Röhler-Scheler als Zuchtwartin für die Feststellung der Formwerte, vor.

    Nach kurzer Ansprache und Einweisung wurden die Startnummern für die 4 teilnehmenden Nachsuchen-Gespanne ausgelost. Bereits um kurz nach 8:00Uhr stand ich mit der Startnummer „1“ am vereinbarten Treffpunkt und wartete gespannt auf das Eintreffen des Richter-Teams. Schon wenige Minuten später forderte Herr Tenzler mich mit klarem Ton auf, meinen Hund für die Suche fertig zu machen und ihm zum Startpunkt zu folgen. Es erfolgte eine kurze Einweisung in die Aufgabenstellung und schon begann für meinen Hund und mich die Arbeit.

    Ohne näher auf die Details der Suche eingehen zu wollen, muss ich an dieser Stelle anmerken, dass der deutlich nervösere Teil des Nachsuche-Gespanns sich am hinteren Ende des Schweißriemens befand.

    Der Hund suchte ruhig und konzentriert, verwies Anschuss und weitere Pirschzeichen, aber ich war teilweise viel zu aufgeregt um alles entsprechend wahrzunehmen. Nach unterschiedlichsten Boden und Vegetationsbereichen fand der Hund ohne Abruf, nach einer von mir gefühlten Ewigkeit, zum Stück. Der Druck, der in einem solchen Moment von einem abfällt, ist eigentlich nicht zu beschreiben. Das Team der 3 Prüfungsrichter bewertete im Anschluss die Leistung und mir viel ein Stein vom Herzen.

    Die nachfolgende Wartezeit, in der die 3 weiteren Gespanne Vorsuche und Riemenarbeit absolvierten wurde genutzt, um die Formbewertung durch die Zuchtwartin Frau Dagmar Röhler-Scheler vorzunehmen. 3 von 4 Gespannen bewältigten die Suchen erfolgreich, ein Hund fand leider nicht zum Stück.

    Nach Abschluss der Suchen erfolgte die Überprüfung von Riemenführigkeit, Gehorsam und Schussfestigkeit in gleicher Reihenfolge. Alle geführten Hunde wurden in diesen Bereichen den geforderten Ansprüchen gerecht. Der darauf folgende Prüfungsteil „Ablegen“ stellte nach meinem Empfinden für alle Teilnehmer wohl eine der längsten halben-Stunde im Leben eines Hundeführers dar. 30 Minuten möglichst ungerührt liegen bleiben, trotz zweier Schüsse nach 15 und 20 Minuten, weiterer Hunde in Sichtweite und ohne Kontakt zum Herrchen. Dies stellt sicherlich auch für Hunde mit einer so ruhigen Veranlagung wie sie unseren Schweißhunden nachgesagt wird, keine einfache Übung dar. Die vorhandene Anspannung der Hunde wurde ganz sicher von der Anspannung der betroffenen Hundeführer noch deutlich übertroffen. Glücklicherweise wurden auch in diesem Aufgabenbereich von allen geprüften Hunden die geforderten Ansprüche erfüllt.

    In deutlich entspannter Runde wurde nun abgewartet, bis das Prüfungsteam mit seinem „Wald-Büro“ auf der Motorhaube eines Geländewagens, die Prüfberichte und Urkunden direkt vor Ort fertigstellte und ausdruckte. Gegen 14:00Uhr war es dann soweit. Herr Tenzler, Frau Franz, Herr Mütze und Frau Röther-Scheler bedankten sich bei allen Teilnehmern für das korrekte und disziplinierte Verhalten und händigten die entsprechenden Papiere aus. Meinerseits möchte ich abschließend gerne noch anmerken, dass dieser Prüfungstag klar strukturiert, gut organisiert, anspruchsvoll und trotzdem in guter Atmosphäre verlaufen ist. Frau Franz, Frau Röhler-Scheler Herr Tenzler und Herr Mütze haben bei mir einen äußerst korrekten und höchst Fachkundigen Eindruck hinterlassen, der einer solchen Prüfung genau den Charakter verleiht, den sie haben sollte.

    Ich freue mich sehr im SHVD, in Verbindung mit den mir nun bekannten Fachleuten, einen Verein gefunden zu haben, der seine Ziele ernst nimmt, ein Niveau schafft und dieses auch konsequent verfolgt.

    Nochmals vielen Dank für diese professionell organisierte und durchgeführte Vorprüfung im Revier Thümmlitzwald.

    Weiterhin viel Waidmannsheil und Suchenheil wünscht
    Ralf Gottwals

    Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitz 11.07.2020

    Prüfungsleiter: Thomas Mütze
    Richter: Thomas Mütze, Richter: Dirk Tenzler, Richter: Manuela Franz und
    Formwertrichter: Dagmar Röhler
    Gespann Rasse Punkte Preis
    Ralf Gottwals mit Rüde Ayko von der Hohenwarte HS 171 I.
    Lutz Rußig mit Hündin Emmi vom Birkenstein HS 122 II.
    Franz-Josef Reiff mit Hündin Aska vom Rotwildgatter HS 155 III.
    Gerald Lange mit Hündin Abby von der Hohenwarte HS 54 o.P.
     
    Ergebnisse der vierten und fünften Vorprüfung Friedrichsmoor 13./14.06.2020
    (Prüfungsleiter: Ludwig Schultz, Richter: Ludwig Schultz, Jens Höpfner, RA Leon Milbrat, Formwertrichter: Klaus Richter)

    Prüfungsergebnisse 4. VP 13.06.2020

    Gespann Rasse Punkte Preis
    Siegmar Birk mit Hündin Espe vom Birkenstein HS 101 III.
    Jan Kreienmeier mit Rüde Argo von der Hohenwarte HS 87 III.
    Michael Pazdyka mit Hündin Ecki vom Birkenstein HS 90 III.
     

    Prüfungsergebnisse 5. VP 14.06.2020

    Gespann Rasse Punkte Preis
    Dirk Niehaus mit Hündin Cira vom Ölbach BGS - o.P.
    Uwe Günther mit Hündin Anka vom Hartheberg BGS 155 III.
    Fabian Graf Hahn von Burgsdorf mit Rüde Anton von der Süntelbuche BGS 79 III.
    Ergebnisse der Vorprüfung Altenbrak 13.06.2020

    Prüfungsergebnisse Vorprüfung Altenbrak 13.06.2020

    (Prüfungsleiter: Tino Fiedler Gruppe I: Richter: Tino Fiedler; Ulrich Tischer; RA Dr. Rene Schiffner)
     
    Gespann Rasse Punkte Preis
    Grit Moldenhauer mit Hündin Alma vom Hartheberg BGS 168 I.
    Melanie Linke mit Hündin Atlante von der Hohenwarte HS 108 III.
    Andrea Walther mit Rüde Yasko von Militzers Meute BGS - o.P.
    Ralph-Lothar Paulsen mit Rüde-Cox vom Oelsetal HS 71 III.
    Ergebnisse der ersten und zweiten Vorprüfung 13. und 14.06.2020 in Colditz
    (Prüfungsleiter: Dirk Tenzler Gruppe I: Richter: Dirk Tenzler; Thomas Mütze; Mario Hörig)

    Prüfungsergebnisse 1. VP 13.06.2020

    Gespann Rasse Punkte Preis
    Tobias Brenner mit Hündin Anni (o.P.) BGS 151 II.
    Holger Hage mit Rüde Fang von der Fährtentreue HS 112 III.
    Olaf Krüll mit Hündin Fanny von der Fährtentreue HS 72 III.
     

    Prüfungsergebnisse 2. VP 14.06.2020

    Gespann Rasse Punkte Preis
    Mario Hesse mit Rüde Eiko von der Fährtentreue HS - o.P.
    Holger von Ende mit Hündin Genia Lowisk Kaszubskich BGS 83 III.
    Andreas Hartmann mit Rüde Aron vom Steinsdorfer Gut (nicht erschienen)      
    Erhard Bender mit Hündin Ofra Sissi von Birgits treuen Gefährten (nicht erschienen)      
    1. Hauptprüfung am 06.01.2019 - HS-Hündin BRUNHILDE vom Oelsetal

    Prüfungsbericht

    Am 05.01.2019 wurde im Rahmen einer Drückjagd in einem Eigenagdbezirk gegen 11.00 Uhr ein Überläufer beschossen. Ca. 50 Meter nach dem Anschuss fanden sich zwei Föten sowie ein Faustgroßes Stück der Tracht. Schweiß nur abgestreift, an den armstarken Eschenstangen konnte gefunden werden.

    Am Jagdtag wurde die kranke Bache nach ca. drei Stunden angesucht. Das örtliche Gespann folgte der Fährte ca. 800 Meter und brach dann die Suche ab. Ein weiteres Gespann musste die Suche aufgrund des schwindenden Lichts ebenfalls einstellen. Am Vormittag arbeitete das Gespann bereits eine Nachsuche im Stadtwald Sondershausen als Hauptprüfung. Diese Suche endete an einem Schwarzwildaufbruch. Nach eingehender Prüfung bestätigte der zuständige Revierleiter, dass an diesem Stand ein kranker Frischling zur Strecke kam.

    Weidgenosse Strümpfel legte seine Hündin am 06.01.2019 um 12 Uhr zur Fährte. Die Hündin suchte am langen Riemen die Krankfährte der Bache und verwies das Stück Tracht deutlich. Zügig folgte das Gespann der anfänglich gut zu kontrollierenden Fährte durch den jungen Laubholzbestand. Nach ca. 1500 Metern wechselte das kranke Stück in einen sehr steilen Buchenaltholz-Hang. Auf dem talwärts führenden Wechsel konnte die Hündin nochmals ein kleines Stück Gescheide verweisen. Nach ca. 100 Metern Folge im Hang, bögelte die Hündin und suchte ausdauernd nach Ihrer Fährte. Am Verhalten des Hundes war deutlich zu erkennen, als sie wieder eine Fährte arbeitete. Am Hangfuss führte die Suche in ein lückig bestandenes Fichtenjungholz. Auch hier bögelte die Hündin und suchte sich die Krankfährte. Pirschzeichen wurden keine mehr gefunden.

    Nach ca.300 Metern verließ das Gespann die Fichten und zog in einen feuchten Laubholzstreifen. Im Traufbereich des Gehölzes fand die Hündin eine verendete Bache mit Weidwundschuß. Die Untersuchung des Aufbruchs zeigte deutlich die abgeschossene Tracht.

    Riemenarbeit.
    Note 7
    Die Riemenarbeit muss als normal eingestuft werden (siehe PO Seite 26)
    • Stehzeit 23 Stunden
    • Länge ca. 2100 m
    • Witterung feucht und kühl mit leichtem Regen in den Nachtstunden
    • Leichte Haken
    • über 800 Meter war eine Kontrolle der Arbeit möglich
    Riemenarbeit: Note 7 x FWZ 3 = 21 Punkte dritter Preis (Totsuche)

    • Hauptprüfung: Strümpfel
    • HS-Hündin: BRUNHILDE vom Oelsetal
    • Chip. 276094502001975
    • Richter: Tino Fiedler (Leistungsrichter SHVD)
    • Zeuge: Tobias Sperl
    08.01.2019
    Tino Fiedler
    1. Vorprüfung in Münchehofe 27.04.2019

    Prüfungsergebnisse

    Gespann Rasse Wildart Punkte Preis
    Christoph Cebula mit Henriette von Militzers Meute BGS RW 168 I.
    Bastian Winter mit Casper von der Hohen Heide BGS RW 55 o.P.
    Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue HS RW 68 o.P.
    Dirk Stordel mit Bogdan vom Alten Fritz BGS DW 97 III.
    Klaus Bannier mit Asco vom Rotwildgatter HS SW 92 III.
    Oliver Sadowski mit Altmann vom Rotwildgatter HS SW 131 III.
    2. Vorprüfung 12.05.2019 im Colditzer Forst

    Prüfungsbericht

    Vergessen ist die unbändige Trockenheit, Hitze und Staub des letzten Jahres. Der vergangene Winter kam dem einen und anderen Anwesenden an der Vorprüfung am 11.05.2019 im Colditzer Forst im anhaltenden Regen rückblickend gar nicht so trocken vor. Das Wetter wird wohl für Viele Teilnehmer und vor allem der zahlreichen Richter, Richteranwärter und Begleiter der Prüflinge von der Prüfung in Erinnerung bleiben. Insgesamt starteten 6 Hundegespanne zur 2. Vorprüfung 2019 des SHVD. Hälftig aufgeteilt wurde Schwarz- und Rotwildfährten gearbeitet. Zahlreiche Wechsel, Verleitfährten, Suhlen, ein reich strukturiertes Gelände mit wechselnden Untergründen ließen den einzelnen Hundeführer oftmals demütig am Ende des Schweißriemen während der Arbeit innehalten. Hoffend und bangend sich der rechten Fährte zuzuwenden und das Stück am Ende sehnend. So konnte mehrfach ein durch den Regen gedämpftes Jagdhornsignal nach erfolgreicher Suche vernommen werden.

    Nach dem durch das Losverfahren die Startnummern verteilt wurden. Konnte in der Wartezeit zur Fährtenarbeit, bzw. nach abgeschlossener Fährtenarbeit die Form- bzw. Nachzuchtwertbestimmung durch die Zuchtwartin Fr. Röhler durchgeführt werden. Nach dem alle Gespanne ihren ersten Prüfungsabschnitt absolvierten wurde weiterhin ein rascher Prüfungsablauf beibehalten. Fakultativfächer wie die Anschneideprüfung, Verhalten auf dem Stand sowie dem Gehorsam wurden abgeprüft.

    Durch das wahrlich nicht zu trockene Wetter wurde nicht nur das Haarkleid und die Konstitution der Schweißhunde unter Beweis stellen. Hier und da geriet selbst die durch deren Führer getragene Funktionskleidung an ihre Leistungsfähigkeit. So wirkte insbesondere das Ablegen endlos.
    Durch die Durchführenden und den Prüfungsleiter Hr. Mutze und Prüfungswart Hr. Tenzler mit zahlreichen Helfern ist stets eine gut überschaubare Struktur und Ablauf der Prüfung gewährleistet worden. So gilt der Dank der Teilnehmer an die geschaffene sehr angenehme Prüfungsituation. Auch wenn das ein oder andere Gespann nicht an die im Vorfeld erbrachten Leistungen anknüpfen konnte, wurde auf eine freundliche Atmosphäre geachtet, ein respektvoller Umgang ist prägend für das erlebte Miteinander.

    Mit freundlichen Grüßen
    PD Dr. Schiffner

    Prüfungsergebnisse

    Gespann Punkte Preis
    Dr. Rene Schiffner mit BGS Mona z Opalovej 158 I.
    Johannes Müller mit HS Nola von der Rotfährte 98 III.
    Joachim Wieland HS mit Aaron vom Rotwildgatter 93 III.
    Friedrich Mitsch mit HS Iro Dedov dvor 91 III.
    Heike Emhardt mit BGS Brayo z Gor Stolwiych 61 o.P.
    Sascha Markus mit HS Jara Dedow dvor 36 o.P.
    3. Vorprüfung 13.07.2019 Zellwald

    Prüfungsbericht

    folgt

    Prüfungsergebnisse

    Prüfungsleiter: Sascha Markus

    GRUPPE I
    Richter: Mario Hörig, Sascha Markus RA Manuela Franz
    Richteranwärter: Manuela Franz

    Gespann Wildart Punkte Preis
    Hendrik Scholz mit Aila vom Hartheberg (BGS) SW - o.P.
    Grit Moldenhauer mit Alma vom Hartheberg (BGS) RW 68 o.P.

      

    GRUPPE II
    Richter: Dirk Tenzler, Jörg Schubel; Tino Fiedler

    Gespann Wildart Punkte Preis
    Siegfried Machatzke mit Alinka vom Rotwildgatter (HS) SW 117 III.
    Evelyn Wolff-Kruppa mit Unja Sfora Nemroda (BGS) RW 97 III.
    4. Vorprüfung 27.7.2019 Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose

    Prüfungsbericht

    Unsere vierte VP im Jahr 2019 fand am Samstag dem 27.7.2019 in den Wäldern zwischen Spreewald und Oder statt. Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose. Das Revier. Das brandenburgische Landeswald Revier „Wirchensee“ vom Forstbetrieb Müllrose liegt im 227 Quadratkilometer großem Naturpark Schlaubetal. Es ist ein geschlossener Mischwald mit Buchen Eichen und Kieferbeständen.
    Die letzte Eiszeit prägte dieses Endmoränengebiet mit seinen vielen Seen und Sümpfen.
    Fünf Schalenwildaten (Rot-Dam-Schwarz- Rehwild und Muffelwild) ziehen in diesem reizvollen Revier ihre Fährten. Das Wetter am Prüfungstag war sonnig.
    Die Temperatur betrug ca. 28 Grad.
    Auf Grund der fehlenden Niederschläge war der Waldboden sehr trocken.
    Der Großteil der Fährten führte durch eine gut bestockte Krautschicht.
    Streckenweise fehlte der Bewuchs, so dass die Hunde über eine Sand-Laubschicht suchen mussten.

    Wie schon in den Jahren zuvor diente der Waldgasthof am „Wirchensee“ als Prüfungslokal.
    Rund um diesen malerischen See hatte das Richtertaem um Manuela Franz und Jörg Schubel am Freitagvormittag die sechs Prüfungsfährten und eine Ersatzfährte gelegt.
    Am Samstag um acht Uhr, begrüßte Prüfungsleiter Jörg Schubel und Jagdhornbläser Rainer Janenz die Prüfungsgespanne, Gäste und Richter.
    Nach der Gruppeneinteilung und der Verlosung der Fährten fuhren die Gruppen ins Revier.

    Ich fungierte als Richter in der Richtergruppe 2 unter dem Richterobmann Ludwig Schultz. In unserer Gruppe begann ein polnischer Nachsuchenführer mit der Fährte 1 den Prüfungstag. Nach leichten Verständigungsschwierigkeiten zogen die HS Hündin und ihr Führer sehr ruhig auf den Anschuss. Die Hündin zeigte deutlich und arbeitete souverän ihre Fährte. Ihr Führer folgte ihr gelassen und war bemüht dem Vierläufer den nötigen Freiraum für die Suche zu ermöglichen. Man sah dem polnischen Kollegen an, dass er ein versierter Schweißhunde Führer war.
    Es war eine Freude dieses Gespann arbeiten zu sehen. Kurz vor dem Suchenstück küselte der Wind so stark, das die Hündin mit Hoher Nase dem Wind folgte und so einen Abruf erfolgen musste.
    Trotz dieses kleinen Missgeschicks, sahen die Richter eine exzellente Leistung von Hund und Führer.

    Fährte 2 arbeitete ein Rüde aus unserer Zucht. Auch bei diesem Gespann konnten die Richter eine sehr ruhige und sichere Riemenarbeit benoten.

    Für den jungen HS Rüden auf der Fährte 3 waren die Bedingungen an diesem Prüfungstag nicht optimal. Nach größeren Schwierigkeiten und zwei Richterabrufen ließ die Kondition des jungen HS sichtlich nach und er verweigerte im letzten Drittel die weitere Fährtenarbeit.
    Hund und Führer absolvierten alle weiteren Prüfungsfächer mit Bravur und hohen Noten.




    Für die beiden sicheren Fährtenarbeiter aus der Gruppe 2 endete der Prüfungstag trotzdem tragisch. Der Rüde gab beim Ablegen ständig Laut und die Hündin des polnischen Kollegen entfernte sich von ihrem Platz. Alle weiteren Fächer wurden auch von diesen beiden HS mit guten Noten bestanden.

    Die Gruppe 1 stellte mit einer sehr guten Riemenarbeit und weiteren hohen Noten den Suchensieger mit 160 Punkten. Da der HS-Rüde „fest“ abgelegt war, erhielt er einen dritten Preis.
    Der zweite HS der Gruppe 1 bestand die Vorprüfung mit 86 Punkten im Dritten Preis. Der einzige BGS dieser Vorprüfung scheiterte an der Riemenarbeit. Trotz einer perfekt vorbereiteten Prüfung konnten nur zwei Hunde die Anforderungen dieser Vorprüfung erfüllen. Dieses Ergebnis zeigt deutlich das wir unsere Hunde auf alle Eventualitäten einer Vorprüfung intensiv vorbereiten müssen.

    Bevor ich mich beim Prüfungsleiter und seinen Richtern bedanke, möchte ich als erstes dem zuständigen Forstbetrieb und seinem Revierleiter ganz herzlich, für die Bereitstellung dieses Prüfungsreviers danken. Entgegen der allgemeinen Meinung, ist es für unseren Prüfungswart nicht ganz einfach ein geeignetes Prüfungsrevier inklusive einer gut eingespielten Prüfungsleitung zu finden. An dieser Stelle ist es mir ein dringendes Bedürfnis, dem Prüfungswart Weidgenossen Tenzler und seinem Mitarbeiter Thomas Mütze meinen Dank auszusprechen. Die beiden Mitglieder haben nicht nur diese Prüfung optimal vorbereitet sondern sind für alle in 2019 gelaufenen Prüfungen im Vorfeld verantwortlich.

    Wienrode im August 2019
    Tino Fiedler
    (Vorstandsmitglied)

    Prüfungsergebnisse

    Gespann Punkte Preis
    H.Peters mit ARAS vom Rotwildgatter (HS) 86 III.
    R.Winter mit CENTO vom Oelsetal (HS) 143 o.P.
    W.Gosler mit HAKO z Doliny iny (BGS) - o.P.
    L.Milbrat mit HAKON vom Forstgut (HS) 160 III.
    T.Wiktorczyk mit KOKA Apel na towy (HS) 122 o.P.
    H.Endler mit NORIK vom Laußnitzer Jägerhof (HS) 69 o.P.
    5. Vorprüfung 17.08.2019 Colditzer Forst

    Prüfungsbericht

    Wir ließen unser Wochenende schon am Freitag im idyllischen Ort Leisnig an einem wunderschönen Sommerabend im Restaurant „ Taverne“ bei leckerem Essen beginnen.

    Nun war der Tag gekommen, an dem man die häufig trainierten Fährten vor der SHVD- Richterkorona bei der Vorprüfung unter Beweis stellen durfte.

    Wir wurden um 8 Uhr bei Colditz in einem großen Forstrevier empfangen. Ein Dank an dieser Stelle an den Forstamtsleiter und auch an diejenigen, in anderen Revieren, indem der SHVD die Prüfungen durchführen darf.

    Die Richter nahmen sich gleich die Zeit, um die Papiere der einzelnen BGS-und HS-Hundeführern zu prüfen .

    Nach der offiziellen Eröffnung durch die Jagdhornbläser ergriff der Prüfungsleiter Dirk Tenzler das Wort und eröffnete den Tag für die angespannten Prüflinge. Wir wurden in 2 Gruppen mit jeweils 3 Hunden aufgeteilt und die Fährten wurden verlost. Durch die eingeteilten Helfer von Thomas Mütze konnte die Gesellschaft gut organisiert zum Sammelplatz gebracht und von dort aus weitergeleitet werden. Die Prüfung begann sehr entspannt und ohne Stress für Hund und Führer.

    Die ersten Fährten wurden durch die Richtergespanne in jeder Gruppe sachlich, fachgerecht und absolut praxisnah eingewiesen. Ich zog die 2. Fährte in Gruppe 1 mit unserem Präsidenten Tino Fiedler, Prüfungsleiter Dirk Tenzler und Thomas Mütze. Als die 1. Fährte in vollem Gange war, machten sich die ersten Gespanne für die Formbewertung fertig. Diese führt Dagmar Röhler durch, Die Formbewertung ist eine für den Hund lebenslange, schriftlich festgehaltene Dokumentation, die wahrlich nicht jeder durchführen kann und möchte. Dagmar geht dabei strikt, ehrlich und konsequent im Sinne der festgehaltenen Regeln des SHVD.

    Dann vernahmen wir das 1. Jagdhorn. So konnte wohl der erste Hundeführer mit seinem Partner das erste Stück in Besitz nehmen. Es dauerte auch nicht lange und dann wurde ich höflich aufgefordert mich für die 2. Fährte in unserer Gruppe fertig zu machen. Ich nahm meine Nachsuchenausrüstung und Elly von der Fährtentreue( 16 Monate alt), am aufgedockten Schweißriemen und begab mich in zu meinem Richtergespann. Dort wurde ich empfangen und in die 20-22 Stunden alte Rotwildfährte eingewiesen. Ich dockte ab, wies Elly ein und nach ca.20-30 Sekunden in der Vorsuche verwies sie wunderbar den Anschuss mit Schnitthaar. Die Hündin ließ nicht lange auf sich warten und fing sofort an zu arbeiten. Ich folgte ihr, weil sie mir eine eindeutige Körpersprache vermittelte…wir sind drauf!

    Nach einer eigenen Korrektur wurde im weiteren Fährtenverlauf sehr deutlich, dass sich hier sehr viele Verleitungen aufwiesen. Diese zeigte Sie mir auch an, aber blieb doch Ihrer Rotwildfährte sehr treu. So arbeiteten wir mal schneller und mal langsamer die Fährte aus. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah ich meiner Hündin an, dass sie kurz vorm Ziel sein muss. Am Stück angekommen, wurde sofort das Stück vom Jagdhornbläser verblasen, so dass dieser Moment so emotional war, das mir vor viel Freude die Tränen in den Augen standen. Ein Weidmannsheil vom gesamten Prüfungsgespann. Den Bruch bekam natürlich Elly für Ihre erbrachte Leistung an der Halsung. So kamen wir sehr glücklich am Sammelpunkt an. Wir warteten auf die letzte Fährte der Gruppe, die aber leider ohne Preis ausging.



    Nach dem Verschnaufen ging es dann mit der Gruppe zur Leinenführigkeit, Verhalten beim Schuss. Diese Prüfung ging für mich mittelmäßig mit einer 5 aus. Aber dann mit dem 30 minütigen Ablegen ohne festleinen, konnte ich mit einer 9 einiges wieder gerade biegen. Zum Abschluss kam dann das Treiben und Schießen, welches wir auch überstanden haben. Somit ist für mich die Prüfung bei sehr anspruchsvollen Revierbedingungen mit viel Wild und Verleitungen mehr als gut gelaufen. Wir bekamen einen 2.Preis mit 146 Punkten.

    Mein Dank an dieser Stelle an das Richtergespann, die mir die einzelnen Noten und auch Fehlerchen erklärten, so dass für mich keine Fragen offen blieben.

    Der Ausklang des Tages war an einer Jagdhütte bei leckeren Gegrillten, Getränken und natürlich den Zeugnissen der Prüflinge. Auch hier wurde sich wieder sehr viel über fachliches ausgetauscht, so dass man sich auch hier wieder viel Positives und lehrreiches mit nach Hause nehmen konnte.

    Nun heißt es für mich einen jungen Hund langsam an das rauhe, harte und körperanstrengende Nachsuchengeschehen durch Brombeeren, Schwarzdorn, Fichtenschonungen, Schilf und Gewässer zu führen. Ich freue mich darauf!

    Vielen Dank an alle Helfer und Richter des Wochenendes und natürlich den Revierinhabern für die Bereitstellung des Reviers.

    Weidmannsheil und kräftiges Suchenheil
    Riccardo Winter

    Prüfungsergebnisse

    Prüfungsleiter: Dirk Tenzler

    GRUPPE I
    Richter: Tino Fiedler; Dirk Tenzler
    Richteranwärter: Thomas Mütze

    Gespann Wildart Punkte Preis
    Riccardo Winter mit Eli von der Fährtentreue (HS) RW 146 II.
    Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue (HS) RW 85 o.P.
    Michael Schmidt mit Artur vom Rotwildgatter (HS) RW 117 III.

      

    GRUPPE II
    Richter: Mario Hörig; Uli Tischer, Dr. Rene Schiffner

    Gespann Wildart Punkte Preis
    Andreas Heuser mit Aron vom Hartheberg (BGS) SW 107 III.
    Uwe Großmann mit Franzi vom Steinfeld (BGS) RW 57 III.
    Jonny Draheim mit Amber o.P. (HS) SW 95 III.
    6. Vorprüfung 15.09.2019 Dresdner Heide

    Prüfungsbericht

    Am 15. September fand unsere sechste und vorletzte Vorprüfung des Jahres 2019, in der Dresdener Heide, in Sachsen, statt. Nach Wochen der Trockenheit hatten wir nach einigen Regenschauern, zu dieser vorletzten Vorprüfung, sehr gute Bedingungen.
    Die Prüfung wurde durch unseren Prüfungswart Weidgenossen Dirk Tenzler ausgezeichnet vorbereitet und lief in den gewohnt geordneten Bahnen ab. Entsprechend der Prüfungsordnung wurden die Fährten 20 Stunden vor Prüfungsbeginn getreten.

    Die Prüfergruppen wurden durch den zuständigen Revierförster eingewiesen. Der Baumbestand im Prüfungsrevier bestand im Wesentlichen aus Mischwald mit reichlich Unterwuchs. Hauptwildarten in der Dresdener Heide sind das Rot-, Schwarz- und Rehwild sowie Raubwild.

    Am Prüfungstag versammelten sich die fünf Prüfungspaare, Richter und Korona in der sich im Revier befindlichen Baumschule. Zunächst wurden die Ahnentafeln, Impfausweise und Jagdscheine kontrolliert sowie die Chipnummern ausgelesen. Die Prüfung wurde pünktlich um 8.00 Uhr eröffnet. Der Prüfungsleiter stellte die Richtergruppen vor, es wurden die Fährten ausgelost und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt. Dann rückte der Tross in die Prüfungsreviere ab. Die hohen Prüfungsanforderungen des SHVD stellten die Hunde und ihre Führer vor erhebliche Probleme. Mit Geschick und Vermögen meisterten zwei der fünf angetretenen Gespanne diese anspruchsvolle Prüfung. Ein Hundeführer verdarben sich das Bestehen der Prüfung dadurch, das sein fest angeleinter Hund im Fach Ablegen mehrfach bellte und laute Töne von sich gab. Eine sehr gute Riemenarbeit und insgesamt gute Prüfung bot Waidgenosse Jens Dönicke mit seiner BGS Hündin Anna von der Süntelbuche. Er wurde mit 169 Punkten Suchensieger. Im Anschluss an die Prüfung fand die Formbewertung der Hunde statt. Es konnte festgestellt werden, dass alle vorgestellten Hunde dem Standard des Hannoverschen Schweißhundes bzw. des Bayerischen Gebirgsschweißhundes entsprachen. Einen herzlichen Dank sagen wir dem Revierleiter Thomas Stelzig vom Staatsbetrieb Sachsenforst für seine vielfältige Unterstützung.

    Dieser schöne Prüfungstag endete nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und Ausgabe der Urkunden mit einem zünftigen Schüsseltreiben.

    Rainer-Joachim Janenz
    Prüfungsleiter
    Gespann Punkte Preis
    Jens Dönike mit Anna von der Süntelbuche 169 I.
    Christoph Schütze mit Eik von der Fährtentreue 91 III.
    Christoph Weigand mit Bismark vom Alten Fritz - o.P.
    Roger Polz mit Fenris zum Ordensholz - o.P.
    Mario Hesse mit Eiko von der Fährtentreue - o.P.
    Ergebnisse Vorprüfung 20.10.2019 Fürstenholz
    Gespann Rasse Punkte Preis
    Dirk Tenzler mit Hilton Buster Goya Nefer BGS 152 III.
    Uwe Rasche mit Artos vom Rotwildgatter HS 100 III.
    Ullrich Tischer mit Emma von der Fährtentreue HS 155 III.
    Herbert Endler mit Norik vom Lausnitzer Jägerhof HS - o.P.
     
    7. Vorprüfung am 20.10.2019 in Flößberg

    Prüfungsbericht

    Bei bestem Herbstwetter fand am 20.10.2019 die 7. und letzte Vorprüfung dieses Jahres statt.

    Durch die Richter Thomas Mütze, Tino Fiedler und Ludwig Schultz wurden die Fährten im schwarzwildreichen Schildholz bei Flößberg entsprechend der Prüfungsordnug vorbereitet. Von den vier eingeladenen Gespannen hatten drei auf Rotwild und ein Gespann auf Schwarzwild genannt.

    Nach dem Auslesen der Chips und dem Einsammeln der Prüfungsunterlagen wurde die Prüfung durch den Prüfungsleiter Thomas Mütze eröffnet, die Fährten ausgelost und in das Prüfungsrevier gefahren.

    Zuerst wurde die Schwarzwildfährte gearbeitet. Nach einer knappen Stunde fand das Gespann durch viele Verleitungen zum Stück.

    Die erste Rotwildfährte dauerte etwas länger. Viele Schwarzwildverleitungen und große Brombeerverhaue stellten das Gespann auf eine harte Probe. Trotz aller Widrigkeiten fand das Gespann zum Stück und konnte den verdienten Bruch in Besitz nehmen.

    Auch Gespann Nummer drei konnte das Suchenstück in Besitz nehmen.

    Leider war die letze Suche nicht von Erfolg gekrönt. Die vielen Schwarzwildverleitungen und die mittlerweile erwachten Waldbesucher und Pilzsammler stellten wohl eine zu große Hürde dar. Nicht alle Suchen sind von Erfolg gekrönt, das kennt jeder Nachsuchenführer!

     

    Im Anschluss ging es an die Gehorsamsfächer. Pirschen im Stangenholz und herankommen auf Signal stellten kein Problem dar. Auch die Schussfestigkeit wurde mit guten Ergebnissen gemeistert. Dann folgte die längste halbe Stunde der Prüfung…Ablegen. Alle Hundeführer hatten ihre Hunde fest angeleint. Zum Glück herrschte Ruhe im Wald!!! Bestanden!

    Ein Hundeführer hatte noch das Verhalten auf dem Stand sowie die Anschneideprüfung fakultativ genannt. Ebenfalls kein Problem!

    Nach dem Ausfüllen der Unterlagen und den Formbewertungen konnte Prüfungsleiter Thomas Mütze den glücklichen Hundeführern die Zensurenblätter und Urkunden überreichen und die Prüfung beenden.

    Prüfungssieger wurde der erst knapp zehn Monate alte BGS Rüde Hilton Buster Goya Nefer, mit 152 Punkten im III. Preis. Es folgten Artos vom Rotwildgatter mit 100 Punkten im III. Preis und Emma von der Fährtentreue mit 99 Punkten im III.Preis.

    Dank an die Helfer, Stückeleger, Jagdhornbläser und die Grillmeister sowie den Forstbezirk Leipzig für das Prüfungsrevier. Dank auch an den Prüfungsleiter und die Richter für die tolle Vorbereitung der Prüfung!

    Dirk Tenzler
    Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

    Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

    Im Frühjahr 2019 hatte unser Mitglied und aktiver Nachsuchenführer Rainer Holste einen Termin, für Sonntag den 15.9.2019, im Schwarzwildgatter Bad-Segeberg reserviert.
    Nach telefonischer Rücksprache mit dem Prüfungswart konnten 10 Hundeführer, welche im Vorfeld eine Nennung abgegeben hatten, ihre Hunde im Gatter arbeiten lassen.
    Die sehr nördliche Lage des Schwarzwildgatters Bad-Segeberg nutzten vier unserer dänischen Mitglieder und reisten mit fünf Hunden zum Schwarzwildtag. Links. Die vier dänischen Mitglieder mit Ib Lund im Vordergrund(orange Hose) Ib vielen Dank fürs Übersetzen Sechs weitere SHVD - Mitglieder nutzten ebenfalls die Gelegenheit ihre Hunde am Schwarzwild zu testen. Das, in einem urigen Hochwald (mit noch grünen Fichten ;-)) bei Bad-Segeberg gelegenen Übungsgatter, wird vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein betrieben. Am Morgen des 15. 9. 2019 wurden wir von den beiden Gattermeistern Uwe Kemmerich und Oliver Kelp freundlich begrüßt. Während unsere Richter die Ahnentafeln, Cip-Nummern und Impfausweise kontrollierten, zahlten die Teilnehmer ihren Unkostenbeitrag für den Unterhalt des Schwarzwildgatters. Pünktlich um acht Uhr konnte Gattermeister Uwe Kemmerich den Gattertag mit einer Vorstellung des Gatters und einer kurzen, aber eindringlichen Belehrung zum Tierschutzgerechten Verhalten im Übungsgatter eröffnen. Eröffnung Deutsch-Dänischer Gattertag Da unsere Hunde ausschließlich am kranken Schwarzwild arbeiten werden, kann die Arbeit im Gatter für Schweißhunde nur eine Notlösung sein. Auf keinen Fall sollten wir die Hunde zu lange oder zu oft am gesunden Wild arbeiten. Die Anlage des Landesjagdverband Schleswig-Holstein bietet für Schweißhunde die besten Vorrausetzungen. Neben einem Dickungs reichen Übungsgatter, gibt es einen Bereich in dem die Hunde sichtig an das Schwarzwild herangeführt werden können. Durch die Arbeit im offenen Hochwald, können Gattermeister und Richter das Verhalten der Schweißhunde optimal analysieren. Von unseren elf Hunden arbeiteten sieben druckvoll und ohne Selbstgefährdung an den zwei starken Bachen. Zwei Hunde benötigten eine geringe Unterstützung ihrer Führer. Zwei junge HS sollten auf Anraten der Gattermeister, noch ein paar Übungseinheiten absolvieren. Durch die professionelle Beratung der beiden Fachmänner (sie haben über tausend Hunde am Schwarzwild gesehen) war aber eine deutliche Steigerung bei den beiden Junghunden zu erkennen. Auf Anraten der Gattermeister wurde ein weiterer Übungstermin für die zwei Jungspunde vereinbart. Die beiden Bachen waren absolut souverän und entspannt. Während die Eine die Hunde auf Abstand hielt stand die Andere ruhig im Gebräch. Zu freche Hunde wurden durch Ausfälle und Scheinangriffe in ihre Schranken verwiesen. Auswertung Deutsch-Dänischer Gattertag Auch dieser Übungstag zeigte wieder wie wichtig es ist unsere Jagdhunde tierschutzkonform am wehrhaften Schwarzwild einzuarbeiten. Diese Einarbeitung wäre aber nicht möglich, wenn es nicht im gesamten Bundesgebiet ehrenamtliche Gattermeister/innen, betreibende Landesjagdverbände und Flächen zur Verfügung stellende Waldbesitzer gäbe. Im Namen des SHVD, möchte ich mich an dieser Stelle in aller Form dafür bedanken, dass es Jäger/innen, Landesjagdverbände und Waldbesitzer gibt, die uns Hundeführern die Einarbeitung unserer Vierläufer am Schwarzwild ermöglichen und in der Vergangenheit für die Einrichtung der Gatter gestritten haben. Mein ganz besonderer Dank geht an diesem Tag an die beiden Gattermeister Uwe Kemmerich und Oliver Kelp, die ausgesprochen freundlich und professionell unseren Deutsch –Dänischer Gattertag moderierten und den Hundeführern sowie unseren Richtern mit fachlichem Rat zur Seite standen. Aber auch Dir lieber Rainer Holste ein ganz großes Dankeschön für Deine Organisation im Vorfeld. Wir kommen gerne wieder in den hohen Norden. Ich danke nochmals dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein,

    Weidmannsheil
    Tino Fiedler
    Richter-SHVD