Prüfungsberichte & -statistiken des SHVD e.V.


Bericht und Ergebnisse der 1. Vorprüfung 2021 noch keine Daten enthalten

Prüfungsbericht

noch nicht vorhanden

Ergebnisse Vorprüfung der 1. Vorprüfung 2021

Prüfungsleiter: XXXNAMEXXX
Richter Gruppe I:XXXNAMEXXX
Die Formbewertung wurde am zentralen Sammelpunkt durch xxxx durchgeführt.
Gespann Wildart Punkte Preis
xxx xx xx xx.
 
Bericht und Ergebnisse der Vorprüfung Thümmlitz 17.10.2020 im Revier „Thümmlitzwald“

Prüfungsbericht

Fallende Tropfen, fallende Blätter, fallende Steine und ein fallender Vorhang

Ein wolkenverhangener, grauer Himmel, feiner Nieselregen und nasses Laub auf den Straßen – so begrüßt uns der „goldene Oktober“ in Sachsen. Dazu mischt sich ein flaues Gefühl in der Magengegend, das das Frühstück eher zu einem notwendigen als einem genussvollen Ritual werden lässt. Heute ist Vorprüfung, endlich will ich sagen, weil im Vorfeld einiges nicht so war, wie es sein sollte. Der Termin im April wurde wegen Corona abgesagt, drei Tage vor dem nächsten Prüfungstermin brach sich meine Jola den Mittelfuß. Mitte September kam dann die Einladung zur VP in den Thümmlitzwald und dort stehen wir nun, am 17. Oktober kurz vor 8 Uhr auf dem Waldparkplatz inmitten tropfender Wälder. Mit uns sind drei weitere Gespanne angereist, um diese Prüfung zu absolvieren.

Unser Prüfungsleiter Thomas Mütze begrüßt uns Prüfungsteilnehmer, die Richter und die als Gäste mitgereisten Ehefrauen. Weil der Himmel wieder sanft seine Schleusen öffnet und feine Tropfen zur Erde fallen lässt, verlagern wir den Aufenthaltsort zu einer Schutzhüte. Die Fährtenarbeit der ersten Gespanne stellt nicht nur mich auf eine harte Probe. Immer wieder kommt das Gespräch darauf, wie es wohl den Führern mit ihren Hunden gelingt, die vorbereiteten Fährten zu arbeiten. Als erster erscheint dann Uli Tischer wieder am Sammelplatz und erleichtert stellen alle Wartenden fest, dass seine Hündin einen Bruch trägt. Ein freudiges, kräftiges Weidmannsheil zur erfolgreichen Arbeit, ein kurzer Bericht, dann kreisen meine Gedanken schon um unseren Einsatz. Als Nummer drei führt ein Helfer mich dann mit meiner Hündin in die Nähe „meines“ Anschusses. Kurz darauf erreicht das zweite Gespann nach erfolgreicher Arbeit das Ende der Fährte, der Bruch wird überreicht und die Arbeit bewertet. Schon ruft das Richterkollektiv mich mit meiner Jola zur Arbeit.

„Hier wurde gestern ein Stück Rotwild beschossen. Es ist ungefähr in diese Richtung geflüchtet. Wir bitten Sie, die Nachsuche zu übernehmen.“ Ich kann gerade noch stammeln, dass wir unser Bestes geben werden, dann versuche ich einigermaßen meinen Hund auf die Arbeit einzustimmen. Zur Vorsuche geschickt, nimmt Jola die Nase an den Boden und sucht ihre Fährte. Ich laufe einfach hinterher. Ich laufe hinter meinem Hund, der, die Nase im feuchten Gras, der für mich unsichtbaren Fährte folgt. Nasse Sträucher und Bäume entladen ihre gesammelten Tropfen über uns und ich werde allmählich nass und vor allem ruhiger. Als Jola das erste Wundbett verweist, fällt mir ein Stein vom Herzen, beim zweiten fällt der nächste. Irgendwann arbeitet die Hündin einen verwachsenen Weg entlang. Zweifel kommen auf, aber ich folge weiter, denn Jola weiß, was sie tut. Plötzlich stehen wir vor einem steilen Graben. „Das kann nicht sein,“ denke ich. „Da werden sie doch nicht durchgelaufen sein, als sie die Fährte getreten haben?!“ Doch! Sie sind genau dort hindurch gelaufen. Kurze Zeit später sind wir am Ende der Fährte. Jetzt fallen gefühlt tausend Steine von meinem Herzen. Bei meiner Rückkehr zum Sammelpunkt fallen noch mehr Steine von vielen Herzen. Nun fiebern wir gemeinsam mit dem vierten Gespann, welches dann auch die Riemenarbeit erfolgreich absolvieren kann.

Auch die anschließende Prüfung der Leinenführigkeit, des Gehorsams und der Schussfestigkeit können alle Gespanne erfolgreich absolvieren. Als letzte Herausforderung hält die Prüfungsordnung das Fach Ablegen bereit. Alle Hundeführer beschließen, ihre Hunde fest abzulegen, niemand will mehr ein Risiko eingehen. An den zugewiesenen Plätzen werden die Hunde mit dem Riemen fest abgelegt. Nun entfernen wir uns außer Sicht- und Hörweite. Es folgen für die Hundeführer 30 Minuten höchster Anspannung, lauschen, ob nicht doch ein Laut zu hören ist und wiederholte Blicke auf die Uhr. Zäh fließen die Minuten, stetig fallen immer noch Tropfen, allerdings nur noch von den nassen Bäumen. Der Himmel hat seine Wolkentore geschlossen. Endlich fällt der zweite Schuss und kurze Zeit später kommt für uns vier Rüdemänner die erlösende Botschaft, dass wir unsere Hunde abholen dürfen. Jetzt fallen nochmals etliche Steine und Entspannung macht sich auf unseren Gesichtern breit. Es ist deutlich heller geworden, finden wir. Am Sammelplatz erwarten uns heiße Würste und kalte Getränke, den Prüfungsleiter und seine Richter noch einmal ein Berg Arbeit. Für uns ist es Zeit, Geschichten erlebter Prüfung oder Nachsuche zu erzählen, Bilder werden gezeigt und Erfahrungen ausgetauscht. Wir können jetzt die angenehme Atmosphäre so richtig genießen.

Pünktlich, als unser Prüfungsleiter Thomas Mütze allen vier Gespannen die Urkunden für die bestandene Vorprüfung überreicht, fällt der Vorhang der Wolken und die Sonne blinzelt für einen Augenblick in strahlende Gesichter. Mit uns Hundeführern freuen sich die Richter über die gezeigten Leistungen und der Prüfungsleiter, dessen Arbeit hier belohnt wird. Ein wirklich gelungener Tag, der so trübe begann, findet hier seinen Abschluss. Danke für die freundliche, familiäre Atmosphäre. Danke für eure unermüdliche Arbeit, die uns einen erfolgreichen Tag bescherte.

Schade, dass der Hörnerklang im Herbstwald ausfallen musste. Dankeschön, auf Wiedersehen.

Ich wünsche euch allen kräftiges „Suchenheil“, das nötige Geschick, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen und vor allem euch und euren Hunden Gesundheit.

Dirk Schröder

Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitz 17.10.2020

Prüfungsleiter: Thomas Mütze
Richter Gruppe I: Richter Thomas Mütze, Dirk Tenzler, Mario Hörig
Die Formbewertung wurde am zentralen Sammelpunkt durch Dagmar Röhler durchgeführt.
Gespann Wildart Punkte Preis
Ulrich Tischer mit Arina vom Niedermoor SW 99 III.
Tino Fiedler mit Aenni vom Behretal RW 157 III.
Sören Miersch mit Cero Cierny husec SW 109 III.
Dirk Schröder mit Jola Dedov dvor SW 137 III.
 
Ergebnisse Vorprüfung Dresdener Heide 05.09.2020
Gespann Rasse Punkte Preis
Prüfungsleiter: Dirk Tenzler

Gruppe I:

Richter: Dirk Tenzler; Tino Fiedler; Manuela Franz
Ernst Jürgen Eggert Bonny vom Forsthaus Wuppgarten HS 75 o.P.
Ludwig Schultz mit Elsa vom Ölsetal HS 142 III.
Dr. Jürn Radtke mit Heksehulens Alexander HS 127 III.

Gruppe II

Richter: Mario Hörig; Jörg Schubel; Uli Tischer
Dr. Rene Schiffner mit Petrus Krigor BGS 153 II.
Evely Wolandowitsch mit Alma von der Süntelbuche BGS - o.P.
Willy Merker mit Era Le Bleu Cardinalis BGS 109 o.P.

Die Formbewertung wird durch die Weidgenossin Dagmar Röhler und Manuela Franz durchgeführt.
 
Bericht und Ergebnisse der Vorprüfung am 17.07.2020 im Revier „Thümmlitzwald“

Prüfungsbericht

Als ich gut 3 Wochen vor dem geplanten Prüfungstag die Einladung zur Vorprüfung in der Hand hielt, ging mir so einiges durch den Kopf:
  • Wie weit wird das zu fahren sein?
  • Was für ein Revier wird man vorfinden?
  • Welchen Menschen wird man begegnen?
  • Und vor allem – Wie wird mein Hund die gestellten Aufgaben meistern?
In der bis zur Prüfung verbleibenden Zeit versucht man natürlich weiterhin den Prüfungskandidaten so gut wie möglich auf diesen Tag vorzubereiten. Orientiert an der Prüfungsordnung des SHVD wurden die zu bewältigenden Aufgaben regelmäßig abgearbeitet und geübt, jedoch möglichst ohne spürbaren Stress für Hund oder Herrchen aufzubauen. Auch wenn der Hund im Vorfeld die Aufgaben freudig und gut erledigt, so bleibt doch die Anspannung, ob an dem besagten Tag alles gelingen wird.

Wie man sich vorstellen kann, verflog die verbleibende Zeit bis zum Prüfungstag schneller als erwartet.

Als ich am Prüfungstag dann um 7:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ankam, wurde ich von der Zuchtwartin Frau Dagmar Röhler-Scheler und dem Hunderichter Herrn Thomas Mütze freundlich begrüßt. In flüssigem Ablauf wurden Jagdschein und Impfpass des Hundes kontrolliert, die Ahnentafel übergeben und die Chipnummer ausgelesen. Bis zum eigentlich Beginn um 8:00 Uhr waren alle Prüfungsbeteiligte eingetroffen. Der Prüfungswart, Herr Dirk Tenzler, stellte das Prüfungsteam, bestehend aus Frau Manuela Franz, Herrn Thomas Mütze und ihm als Prüfungsrichter und Frau Dagmar Röhler-Scheler als Zuchtwartin für die Feststellung der Formwerte, vor.

Nach kurzer Ansprache und Einweisung wurden die Startnummern für die 4 teilnehmenden Nachsuchen-Gespanne ausgelost. Bereits um kurz nach 8:00Uhr stand ich mit der Startnummer „1“ am vereinbarten Treffpunkt und wartete gespannt auf das Eintreffen des Richter-Teams. Schon wenige Minuten später forderte Herr Tenzler mich mit klarem Ton auf, meinen Hund für die Suche fertig zu machen und ihm zum Startpunkt zu folgen. Es erfolgte eine kurze Einweisung in die Aufgabenstellung und schon begann für meinen Hund und mich die Arbeit.

Ohne näher auf die Details der Suche eingehen zu wollen, muss ich an dieser Stelle anmerken, dass der deutlich nervösere Teil des Nachsuche-Gespanns sich am hinteren Ende des Schweißriemens befand.

Der Hund suchte ruhig und konzentriert, verwies Anschuss und weitere Pirschzeichen, aber ich war teilweise viel zu aufgeregt um alles entsprechend wahrzunehmen. Nach unterschiedlichsten Boden und Vegetationsbereichen fand der Hund ohne Abruf, nach einer von mir gefühlten Ewigkeit, zum Stück. Der Druck, der in einem solchen Moment von einem abfällt, ist eigentlich nicht zu beschreiben. Das Team der 3 Prüfungsrichter bewertete im Anschluss die Leistung und mir viel ein Stein vom Herzen.

Die nachfolgende Wartezeit, in der die 3 weiteren Gespanne Vorsuche und Riemenarbeit absolvierten wurde genutzt, um die Formbewertung durch die Zuchtwartin Frau Dagmar Röhler-Scheler vorzunehmen. 3 von 4 Gespannen bewältigten die Suchen erfolgreich, ein Hund fand leider nicht zum Stück.

Nach Abschluss der Suchen erfolgte die Überprüfung von Riemenführigkeit, Gehorsam und Schussfestigkeit in gleicher Reihenfolge. Alle geführten Hunde wurden in diesen Bereichen den geforderten Ansprüchen gerecht. Der darauf folgende Prüfungsteil „Ablegen“ stellte nach meinem Empfinden für alle Teilnehmer wohl eine der längsten halben-Stunde im Leben eines Hundeführers dar. 30 Minuten möglichst ungerührt liegen bleiben, trotz zweier Schüsse nach 15 und 20 Minuten, weiterer Hunde in Sichtweite und ohne Kontakt zum Herrchen. Dies stellt sicherlich auch für Hunde mit einer so ruhigen Veranlagung wie sie unseren Schweißhunden nachgesagt wird, keine einfache Übung dar. Die vorhandene Anspannung der Hunde wurde ganz sicher von der Anspannung der betroffenen Hundeführer noch deutlich übertroffen. Glücklicherweise wurden auch in diesem Aufgabenbereich von allen geprüften Hunden die geforderten Ansprüche erfüllt.

In deutlich entspannter Runde wurde nun abgewartet, bis das Prüfungsteam mit seinem „Wald-Büro“ auf der Motorhaube eines Geländewagens, die Prüfberichte und Urkunden direkt vor Ort fertigstellte und ausdruckte. Gegen 14:00Uhr war es dann soweit. Herr Tenzler, Frau Franz, Herr Mütze und Frau Röther-Scheler bedankten sich bei allen Teilnehmern für das korrekte und disziplinierte Verhalten und händigten die entsprechenden Papiere aus. Meinerseits möchte ich abschließend gerne noch anmerken, dass dieser Prüfungstag klar strukturiert, gut organisiert, anspruchsvoll und trotzdem in guter Atmosphäre verlaufen ist. Frau Franz, Frau Röhler-Scheler Herr Tenzler und Herr Mütze haben bei mir einen äußerst korrekten und höchst Fachkundigen Eindruck hinterlassen, der einer solchen Prüfung genau den Charakter verleiht, den sie haben sollte.

Ich freue mich sehr im SHVD, in Verbindung mit den mir nun bekannten Fachleuten, einen Verein gefunden zu haben, der seine Ziele ernst nimmt, ein Niveau schafft und dieses auch konsequent verfolgt.

Nochmals vielen Dank für diese professionell organisierte und durchgeführte Vorprüfung im Revier Thümmlitzwald.

Weiterhin viel Waidmannsheil und Suchenheil wünscht
Ralf Gottwals

Ergebnisse Vorprüfung Thümmlitz 11.07.2020

Prüfungsleiter: Thomas Mütze
Richter: Thomas Mütze, Richter: Dirk Tenzler, Richter: Manuela Franz und
Formwertrichter: Dagmar Röhler
Gespann Rasse Punkte Preis
Ralf Gottwals mit Rüde Ayko von der Hohenwarte HS 171 I.
Lutz Rußig mit Hündin Emmi vom Birkenstein HS 122 II.
Franz-Josef Reiff mit Hündin Aska vom Rotwildgatter HS 155 III.
Gerald Lange mit Hündin Abby von der Hohenwarte HS 54 o.P.
 
Ergebnisse der vierten und fünften Vorprüfung Friedrichsmoor 13./14.06.2020
(Prüfungsleiter: Ludwig Schultz, Richter: Ludwig Schultz, Jens Höpfner, RA Leon Milbrat, Formwertrichter: Klaus Richter)

Prüfungsergebnisse 4. VP 13.06.2020

Gespann Rasse Punkte Preis
Siegmar Birk mit Hündin Espe vom Birkenstein HS 101 III.
Jan Kreienmeier mit Rüde Argo von der Hohenwarte HS 87 III.
Michael Pazdyka mit Hündin Ecki vom Birkenstein HS 90 III.
 

Prüfungsergebnisse 5. VP 14.06.2020

Gespann Rasse Punkte Preis
Dirk Niehaus mit Hündin Cira vom Ölbach BGS - o.P.
Uwe Günther mit Hündin Anka vom Hartheberg BGS 155 III.
Fabian Graf Hahn von Burgsdorf mit Rüde Anton von der Süntelbuche BGS 79 III.
Ergebnisse der Vorprüfung Altenbrak 13.06.2020

Prüfungsergebnisse Vorprüfung Altenbrak 13.06.2020

(Prüfungsleiter: Tino Fiedler Gruppe I: Richter: Tino Fiedler; Ulrich Tischer; RA Dr. Rene Schiffner)
 
Gespann Rasse Punkte Preis
Grit Moldenhauer mit Hündin Alma vom Hartheberg BGS 168 I.
Melanie Linke mit Hündin Atlante von der Hohenwarte HS 108 III.
Andrea Walther mit Rüde Yasko von Militzers Meute BGS - o.P.
Ralph-Lothar Paulsen mit Rüde-Cox vom Oelsetal HS 71 III.
Ergebnisse der ersten und zweiten Vorprüfung 13. und 14.06.2020 in Colditz
(Prüfungsleiter: Dirk Tenzler Gruppe I: Richter: Dirk Tenzler; Thomas Mütze; Mario Hörig)

Prüfungsergebnisse 1. VP 13.06.2020

Gespann Rasse Punkte Preis
Tobias Brenner mit Hündin Anni (o.P.) BGS 151 II.
Holger Hage mit Rüde Fang von der Fährtentreue HS 112 III.
Olaf Krüll mit Hündin Fanny von der Fährtentreue HS 72 III.
 

Prüfungsergebnisse 2. VP 14.06.2020

Gespann Rasse Punkte Preis
Mario Hesse mit Rüde Eiko von der Fährtentreue HS - o.P.
Holger von Ende mit Hündin Genia Lowisk Kaszubskich BGS 83 III.
Andreas Hartmann mit Rüde Aron vom Steinsdorfer Gut (nicht erschienen)      
Erhard Bender mit Hündin Ofra Sissi von Birgits treuen Gefährten (nicht erschienen)      
1. Hauptprüfung am 06.01.2019 - HS-Hündin BRUNHILDE vom Oelsetal

Prüfungsbericht

Am 05.01.2019 wurde im Rahmen einer Drückjagd in einem Eigenagdbezirk gegen 11.00 Uhr ein Überläufer beschossen. Ca. 50 Meter nach dem Anschuss fanden sich zwei Föten sowie ein Faustgroßes Stück der Tracht. Schweiß nur abgestreift, an den armstarken Eschenstangen konnte gefunden werden.

Am Jagdtag wurde die kranke Bache nach ca. drei Stunden angesucht. Das örtliche Gespann folgte der Fährte ca. 800 Meter und brach dann die Suche ab. Ein weiteres Gespann musste die Suche aufgrund des schwindenden Lichts ebenfalls einstellen. Am Vormittag arbeitete das Gespann bereits eine Nachsuche im Stadtwald Sondershausen als Hauptprüfung. Diese Suche endete an einem Schwarzwildaufbruch. Nach eingehender Prüfung bestätigte der zuständige Revierleiter, dass an diesem Stand ein kranker Frischling zur Strecke kam.

Weidgenosse Strümpfel legte seine Hündin am 06.01.2019 um 12 Uhr zur Fährte. Die Hündin suchte am langen Riemen die Krankfährte der Bache und verwies das Stück Tracht deutlich. Zügig folgte das Gespann der anfänglich gut zu kontrollierenden Fährte durch den jungen Laubholzbestand. Nach ca. 1500 Metern wechselte das kranke Stück in einen sehr steilen Buchenaltholz-Hang. Auf dem talwärts führenden Wechsel konnte die Hündin nochmals ein kleines Stück Gescheide verweisen. Nach ca. 100 Metern Folge im Hang, bögelte die Hündin und suchte ausdauernd nach Ihrer Fährte. Am Verhalten des Hundes war deutlich zu erkennen, als sie wieder eine Fährte arbeitete. Am Hangfuss führte die Suche in ein lückig bestandenes Fichtenjungholz. Auch hier bögelte die Hündin und suchte sich die Krankfährte. Pirschzeichen wurden keine mehr gefunden.

Nach ca.300 Metern verließ das Gespann die Fichten und zog in einen feuchten Laubholzstreifen. Im Traufbereich des Gehölzes fand die Hündin eine verendete Bache mit Weidwundschuß. Die Untersuchung des Aufbruchs zeigte deutlich die abgeschossene Tracht.

Riemenarbeit.
Note 7
Die Riemenarbeit muss als normal eingestuft werden (siehe PO Seite 26)
  • Stehzeit 23 Stunden
  • Länge ca. 2100 m
  • Witterung feucht und kühl mit leichtem Regen in den Nachtstunden
  • Leichte Haken
  • über 800 Meter war eine Kontrolle der Arbeit möglich
Riemenarbeit: Note 7 x FWZ 3 = 21 Punkte dritter Preis (Totsuche)

  • Hauptprüfung: Strümpfel
  • HS-Hündin: BRUNHILDE vom Oelsetal
  • Chip. 276094502001975
  • Richter: Tino Fiedler (Leistungsrichter SHVD)
  • Zeuge: Tobias Sperl
08.01.2019
Tino Fiedler
1. Vorprüfung in Münchehofe 27.04.2019

Prüfungsergebnisse

Gespann Rasse Wildart Punkte Preis
Christoph Cebula mit Henriette von Militzers Meute BGS RW 168 I.
Bastian Winter mit Casper von der Hohen Heide BGS RW 55 o.P.
Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue HS RW 68 o.P.
Dirk Stordel mit Bogdan vom Alten Fritz BGS DW 97 III.
Klaus Bannier mit Asco vom Rotwildgatter HS SW 92 III.
Oliver Sadowski mit Altmann vom Rotwildgatter HS SW 131 III.
2. Vorprüfung 12.05.2019 im Colditzer Forst

Prüfungsbericht

Vergessen ist die unbändige Trockenheit, Hitze und Staub des letzten Jahres. Der vergangene Winter kam dem einen und anderen Anwesenden an der Vorprüfung am 11.05.2019 im Colditzer Forst im anhaltenden Regen rückblickend gar nicht so trocken vor. Das Wetter wird wohl für Viele Teilnehmer und vor allem der zahlreichen Richter, Richteranwärter und Begleiter der Prüflinge von der Prüfung in Erinnerung bleiben. Insgesamt starteten 6 Hundegespanne zur 2. Vorprüfung 2019 des SHVD. Hälftig aufgeteilt wurde Schwarz- und Rotwildfährten gearbeitet. Zahlreiche Wechsel, Verleitfährten, Suhlen, ein reich strukturiertes Gelände mit wechselnden Untergründen ließen den einzelnen Hundeführer oftmals demütig am Ende des Schweißriemen während der Arbeit innehalten. Hoffend und bangend sich der rechten Fährte zuzuwenden und das Stück am Ende sehnend. So konnte mehrfach ein durch den Regen gedämpftes Jagdhornsignal nach erfolgreicher Suche vernommen werden.

Nach dem durch das Losverfahren die Startnummern verteilt wurden. Konnte in der Wartezeit zur Fährtenarbeit, bzw. nach abgeschlossener Fährtenarbeit die Form- bzw. Nachzuchtwertbestimmung durch die Zuchtwartin Fr. Röhler durchgeführt werden. Nach dem alle Gespanne ihren ersten Prüfungsabschnitt absolvierten wurde weiterhin ein rascher Prüfungsablauf beibehalten. Fakultativfächer wie die Anschneideprüfung, Verhalten auf dem Stand sowie dem Gehorsam wurden abgeprüft.

Durch das wahrlich nicht zu trockene Wetter wurde nicht nur das Haarkleid und die Konstitution der Schweißhunde unter Beweis stellen. Hier und da geriet selbst die durch deren Führer getragene Funktionskleidung an ihre Leistungsfähigkeit. So wirkte insbesondere das Ablegen endlos.
Durch die Durchführenden und den Prüfungsleiter Hr. Mutze und Prüfungswart Hr. Tenzler mit zahlreichen Helfern ist stets eine gut überschaubare Struktur und Ablauf der Prüfung gewährleistet worden. So gilt der Dank der Teilnehmer an die geschaffene sehr angenehme Prüfungsituation. Auch wenn das ein oder andere Gespann nicht an die im Vorfeld erbrachten Leistungen anknüpfen konnte, wurde auf eine freundliche Atmosphäre geachtet, ein respektvoller Umgang ist prägend für das erlebte Miteinander.

Mit freundlichen Grüßen
PD Dr. Schiffner

Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
Dr. Rene Schiffner mit BGS Mona z Opalovej 158 I.
Johannes Müller mit HS Nola von der Rotfährte 98 III.
Joachim Wieland HS mit Aaron vom Rotwildgatter 93 III.
Friedrich Mitsch mit HS Iro Dedov dvor 91 III.
Heike Emhardt mit BGS Brayo z Gor Stolwiych 61 o.P.
Sascha Markus mit HS Jara Dedow dvor 36 o.P.
3. Vorprüfung 13.07.2019 Zellwald

Prüfungsbericht

folgt

Prüfungsergebnisse

Prüfungsleiter: Sascha Markus

GRUPPE I
Richter: Mario Hörig, Sascha Markus RA Manuela Franz
Richteranwärter: Manuela Franz

Gespann Wildart Punkte Preis
Hendrik Scholz mit Aila vom Hartheberg (BGS) SW - o.P.
Grit Moldenhauer mit Alma vom Hartheberg (BGS) RW 68 o.P.

  

GRUPPE II
Richter: Dirk Tenzler, Jörg Schubel; Tino Fiedler

Gespann Wildart Punkte Preis
Siegfried Machatzke mit Alinka vom Rotwildgatter (HS) SW 117 III.
Evelyn Wolff-Kruppa mit Unja Sfora Nemroda (BGS) RW 97 III.
4. Vorprüfung 27.7.2019 Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose

Prüfungsbericht

Unsere vierte VP im Jahr 2019 fand am Samstag dem 27.7.2019 in den Wäldern zwischen Spreewald und Oder statt. Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose. Das Revier. Das brandenburgische Landeswald Revier „Wirchensee“ vom Forstbetrieb Müllrose liegt im 227 Quadratkilometer großem Naturpark Schlaubetal. Es ist ein geschlossener Mischwald mit Buchen Eichen und Kieferbeständen.
Die letzte Eiszeit prägte dieses Endmoränengebiet mit seinen vielen Seen und Sümpfen.
Fünf Schalenwildaten (Rot-Dam-Schwarz- Rehwild und Muffelwild) ziehen in diesem reizvollen Revier ihre Fährten. Das Wetter am Prüfungstag war sonnig.
Die Temperatur betrug ca. 28 Grad.
Auf Grund der fehlenden Niederschläge war der Waldboden sehr trocken.
Der Großteil der Fährten führte durch eine gut bestockte Krautschicht.
Streckenweise fehlte der Bewuchs, so dass die Hunde über eine Sand-Laubschicht suchen mussten.

Wie schon in den Jahren zuvor diente der Waldgasthof am „Wirchensee“ als Prüfungslokal.
Rund um diesen malerischen See hatte das Richtertaem um Manuela Franz und Jörg Schubel am Freitagvormittag die sechs Prüfungsfährten und eine Ersatzfährte gelegt.
Am Samstag um acht Uhr, begrüßte Prüfungsleiter Jörg Schubel und Jagdhornbläser Rainer Janenz die Prüfungsgespanne, Gäste und Richter.
Nach der Gruppeneinteilung und der Verlosung der Fährten fuhren die Gruppen ins Revier.

Ich fungierte als Richter in der Richtergruppe 2 unter dem Richterobmann Ludwig Schultz. In unserer Gruppe begann ein polnischer Nachsuchenführer mit der Fährte 1 den Prüfungstag. Nach leichten Verständigungsschwierigkeiten zogen die HS Hündin und ihr Führer sehr ruhig auf den Anschuss. Die Hündin zeigte deutlich und arbeitete souverän ihre Fährte. Ihr Führer folgte ihr gelassen und war bemüht dem Vierläufer den nötigen Freiraum für die Suche zu ermöglichen. Man sah dem polnischen Kollegen an, dass er ein versierter Schweißhunde Führer war.
Es war eine Freude dieses Gespann arbeiten zu sehen. Kurz vor dem Suchenstück küselte der Wind so stark, das die Hündin mit Hoher Nase dem Wind folgte und so einen Abruf erfolgen musste.
Trotz dieses kleinen Missgeschicks, sahen die Richter eine exzellente Leistung von Hund und Führer.

Fährte 2 arbeitete ein Rüde aus unserer Zucht. Auch bei diesem Gespann konnten die Richter eine sehr ruhige und sichere Riemenarbeit benoten.

Für den jungen HS Rüden auf der Fährte 3 waren die Bedingungen an diesem Prüfungstag nicht optimal. Nach größeren Schwierigkeiten und zwei Richterabrufen ließ die Kondition des jungen HS sichtlich nach und er verweigerte im letzten Drittel die weitere Fährtenarbeit.
Hund und Führer absolvierten alle weiteren Prüfungsfächer mit Bravur und hohen Noten.




Für die beiden sicheren Fährtenarbeiter aus der Gruppe 2 endete der Prüfungstag trotzdem tragisch. Der Rüde gab beim Ablegen ständig Laut und die Hündin des polnischen Kollegen entfernte sich von ihrem Platz. Alle weiteren Fächer wurden auch von diesen beiden HS mit guten Noten bestanden.

Die Gruppe 1 stellte mit einer sehr guten Riemenarbeit und weiteren hohen Noten den Suchensieger mit 160 Punkten. Da der HS-Rüde „fest“ abgelegt war, erhielt er einen dritten Preis.
Der zweite HS der Gruppe 1 bestand die Vorprüfung mit 86 Punkten im Dritten Preis. Der einzige BGS dieser Vorprüfung scheiterte an der Riemenarbeit. Trotz einer perfekt vorbereiteten Prüfung konnten nur zwei Hunde die Anforderungen dieser Vorprüfung erfüllen. Dieses Ergebnis zeigt deutlich das wir unsere Hunde auf alle Eventualitäten einer Vorprüfung intensiv vorbereiten müssen.

Bevor ich mich beim Prüfungsleiter und seinen Richtern bedanke, möchte ich als erstes dem zuständigen Forstbetrieb und seinem Revierleiter ganz herzlich, für die Bereitstellung dieses Prüfungsreviers danken. Entgegen der allgemeinen Meinung, ist es für unseren Prüfungswart nicht ganz einfach ein geeignetes Prüfungsrevier inklusive einer gut eingespielten Prüfungsleitung zu finden. An dieser Stelle ist es mir ein dringendes Bedürfnis, dem Prüfungswart Weidgenossen Tenzler und seinem Mitarbeiter Thomas Mütze meinen Dank auszusprechen. Die beiden Mitglieder haben nicht nur diese Prüfung optimal vorbereitet sondern sind für alle in 2019 gelaufenen Prüfungen im Vorfeld verantwortlich.

Wienrode im August 2019
Tino Fiedler
(Vorstandsmitglied)

Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
H.Peters mit ARAS vom Rotwildgatter (HS) 86 III.
R.Winter mit CENTO vom Oelsetal (HS) 143 o.P.
W.Gosler mit HAKO z Doliny iny (BGS) - o.P.
L.Milbrat mit HAKON vom Forstgut (HS) 160 III.
T.Wiktorczyk mit KOKA Apel na towy (HS) 122 o.P.
H.Endler mit NORIK vom Laußnitzer Jägerhof (HS) 69 o.P.
5. Vorprüfung 17.08.2019 Colditzer Forst

Prüfungsbericht

Wir ließen unser Wochenende schon am Freitag im idyllischen Ort Leisnig an einem wunderschönen Sommerabend im Restaurant „ Taverne“ bei leckerem Essen beginnen.

Nun war der Tag gekommen, an dem man die häufig trainierten Fährten vor der SHVD- Richterkorona bei der Vorprüfung unter Beweis stellen durfte.

Wir wurden um 8 Uhr bei Colditz in einem großen Forstrevier empfangen. Ein Dank an dieser Stelle an den Forstamtsleiter und auch an diejenigen, in anderen Revieren, indem der SHVD die Prüfungen durchführen darf.

Die Richter nahmen sich gleich die Zeit, um die Papiere der einzelnen BGS-und HS-Hundeführern zu prüfen .

Nach der offiziellen Eröffnung durch die Jagdhornbläser ergriff der Prüfungsleiter Dirk Tenzler das Wort und eröffnete den Tag für die angespannten Prüflinge. Wir wurden in 2 Gruppen mit jeweils 3 Hunden aufgeteilt und die Fährten wurden verlost. Durch die eingeteilten Helfer von Thomas Mütze konnte die Gesellschaft gut organisiert zum Sammelplatz gebracht und von dort aus weitergeleitet werden. Die Prüfung begann sehr entspannt und ohne Stress für Hund und Führer.

Die ersten Fährten wurden durch die Richtergespanne in jeder Gruppe sachlich, fachgerecht und absolut praxisnah eingewiesen. Ich zog die 2. Fährte in Gruppe 1 mit unserem Präsidenten Tino Fiedler, Prüfungsleiter Dirk Tenzler und Thomas Mütze. Als die 1. Fährte in vollem Gange war, machten sich die ersten Gespanne für die Formbewertung fertig. Diese führt Dagmar Röhler durch, Die Formbewertung ist eine für den Hund lebenslange, schriftlich festgehaltene Dokumentation, die wahrlich nicht jeder durchführen kann und möchte. Dagmar geht dabei strikt, ehrlich und konsequent im Sinne der festgehaltenen Regeln des SHVD.

Dann vernahmen wir das 1. Jagdhorn. So konnte wohl der erste Hundeführer mit seinem Partner das erste Stück in Besitz nehmen. Es dauerte auch nicht lange und dann wurde ich höflich aufgefordert mich für die 2. Fährte in unserer Gruppe fertig zu machen. Ich nahm meine Nachsuchenausrüstung und Elly von der Fährtentreue( 16 Monate alt), am aufgedockten Schweißriemen und begab mich in zu meinem Richtergespann. Dort wurde ich empfangen und in die 20-22 Stunden alte Rotwildfährte eingewiesen. Ich dockte ab, wies Elly ein und nach ca.20-30 Sekunden in der Vorsuche verwies sie wunderbar den Anschuss mit Schnitthaar. Die Hündin ließ nicht lange auf sich warten und fing sofort an zu arbeiten. Ich folgte ihr, weil sie mir eine eindeutige Körpersprache vermittelte…wir sind drauf!

Nach einer eigenen Korrektur wurde im weiteren Fährtenverlauf sehr deutlich, dass sich hier sehr viele Verleitungen aufwiesen. Diese zeigte Sie mir auch an, aber blieb doch Ihrer Rotwildfährte sehr treu. So arbeiteten wir mal schneller und mal langsamer die Fährte aus. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah ich meiner Hündin an, dass sie kurz vorm Ziel sein muss. Am Stück angekommen, wurde sofort das Stück vom Jagdhornbläser verblasen, so dass dieser Moment so emotional war, das mir vor viel Freude die Tränen in den Augen standen. Ein Weidmannsheil vom gesamten Prüfungsgespann. Den Bruch bekam natürlich Elly für Ihre erbrachte Leistung an der Halsung. So kamen wir sehr glücklich am Sammelpunkt an. Wir warteten auf die letzte Fährte der Gruppe, die aber leider ohne Preis ausging.



Nach dem Verschnaufen ging es dann mit der Gruppe zur Leinenführigkeit, Verhalten beim Schuss. Diese Prüfung ging für mich mittelmäßig mit einer 5 aus. Aber dann mit dem 30 minütigen Ablegen ohne festleinen, konnte ich mit einer 9 einiges wieder gerade biegen. Zum Abschluss kam dann das Treiben und Schießen, welches wir auch überstanden haben. Somit ist für mich die Prüfung bei sehr anspruchsvollen Revierbedingungen mit viel Wild und Verleitungen mehr als gut gelaufen. Wir bekamen einen 2.Preis mit 146 Punkten.

Mein Dank an dieser Stelle an das Richtergespann, die mir die einzelnen Noten und auch Fehlerchen erklärten, so dass für mich keine Fragen offen blieben.

Der Ausklang des Tages war an einer Jagdhütte bei leckeren Gegrillten, Getränken und natürlich den Zeugnissen der Prüflinge. Auch hier wurde sich wieder sehr viel über fachliches ausgetauscht, so dass man sich auch hier wieder viel Positives und lehrreiches mit nach Hause nehmen konnte.

Nun heißt es für mich einen jungen Hund langsam an das rauhe, harte und körperanstrengende Nachsuchengeschehen durch Brombeeren, Schwarzdorn, Fichtenschonungen, Schilf und Gewässer zu führen. Ich freue mich darauf!

Vielen Dank an alle Helfer und Richter des Wochenendes und natürlich den Revierinhabern für die Bereitstellung des Reviers.

Weidmannsheil und kräftiges Suchenheil
Riccardo Winter

Prüfungsergebnisse

Prüfungsleiter: Dirk Tenzler

GRUPPE I
Richter: Tino Fiedler; Dirk Tenzler
Richteranwärter: Thomas Mütze

Gespann Wildart Punkte Preis
Riccardo Winter mit Eli von der Fährtentreue (HS) RW 146 II.
Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue (HS) RW 85 o.P.
Michael Schmidt mit Artur vom Rotwildgatter (HS) RW 117 III.

  

GRUPPE II
Richter: Mario Hörig; Uli Tischer, Dr. Rene Schiffner

Gespann Wildart Punkte Preis
Andreas Heuser mit Aron vom Hartheberg (BGS) SW 107 III.
Uwe Großmann mit Franzi vom Steinfeld (BGS) RW 57 III.
Jonny Draheim mit Amber o.P. (HS) SW 95 III.
6. Vorprüfung 15.09.2019 Dresdner Heide

Prüfungsbericht

Am 15. September fand unsere sechste und vorletzte Vorprüfung des Jahres 2019, in der Dresdener Heide, in Sachsen, statt. Nach Wochen der Trockenheit hatten wir nach einigen Regenschauern, zu dieser vorletzten Vorprüfung, sehr gute Bedingungen.
Die Prüfung wurde durch unseren Prüfungswart Weidgenossen Dirk Tenzler ausgezeichnet vorbereitet und lief in den gewohnt geordneten Bahnen ab. Entsprechend der Prüfungsordnung wurden die Fährten 20 Stunden vor Prüfungsbeginn getreten.

Die Prüfergruppen wurden durch den zuständigen Revierförster eingewiesen. Der Baumbestand im Prüfungsrevier bestand im Wesentlichen aus Mischwald mit reichlich Unterwuchs. Hauptwildarten in der Dresdener Heide sind das Rot-, Schwarz- und Rehwild sowie Raubwild.

Am Prüfungstag versammelten sich die fünf Prüfungspaare, Richter und Korona in der sich im Revier befindlichen Baumschule. Zunächst wurden die Ahnentafeln, Impfausweise und Jagdscheine kontrolliert sowie die Chipnummern ausgelesen. Die Prüfung wurde pünktlich um 8.00 Uhr eröffnet. Der Prüfungsleiter stellte die Richtergruppen vor, es wurden die Fährten ausgelost und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt. Dann rückte der Tross in die Prüfungsreviere ab. Die hohen Prüfungsanforderungen des SHVD stellten die Hunde und ihre Führer vor erhebliche Probleme. Mit Geschick und Vermögen meisterten zwei der fünf angetretenen Gespanne diese anspruchsvolle Prüfung. Ein Hundeführer verdarben sich das Bestehen der Prüfung dadurch, das sein fest angeleinter Hund im Fach Ablegen mehrfach bellte und laute Töne von sich gab. Eine sehr gute Riemenarbeit und insgesamt gute Prüfung bot Waidgenosse Jens Dönicke mit seiner BGS Hündin Anna von der Süntelbuche. Er wurde mit 169 Punkten Suchensieger. Im Anschluss an die Prüfung fand die Formbewertung der Hunde statt. Es konnte festgestellt werden, dass alle vorgestellten Hunde dem Standard des Hannoverschen Schweißhundes bzw. des Bayerischen Gebirgsschweißhundes entsprachen. Einen herzlichen Dank sagen wir dem Revierleiter Thomas Stelzig vom Staatsbetrieb Sachsenforst für seine vielfältige Unterstützung.

Dieser schöne Prüfungstag endete nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und Ausgabe der Urkunden mit einem zünftigen Schüsseltreiben.

Rainer-Joachim Janenz
Prüfungsleiter
Gespann Punkte Preis
Jens Dönike mit Anna von der Süntelbuche 169 I.
Christoph Schütze mit Eik von der Fährtentreue 91 III.
Christoph Weigand mit Bismark vom Alten Fritz - o.P.
Roger Polz mit Fenris zum Ordensholz - o.P.
Mario Hesse mit Eiko von der Fährtentreue - o.P.
Ergebnisse Vorprüfung 20.10.2019 Fürstenholz
Gespann Rasse Punkte Preis
Dirk Tenzler mit Hilton Buster Goya Nefer BGS 152 III.
Uwe Rasche mit Artos vom Rotwildgatter HS 100 III.
Ullrich Tischer mit Emma von der Fährtentreue HS 155 III.
Herbert Endler mit Norik vom Lausnitzer Jägerhof HS - o.P.
 
7. Vorprüfung am 20.10.2019 in Flößberg

Prüfungsbericht

Bei bestem Herbstwetter fand am 20.10.2019 die 7. und letzte Vorprüfung dieses Jahres statt.

Durch die Richter Thomas Mütze, Tino Fiedler und Ludwig Schultz wurden die Fährten im schwarzwildreichen Schildholz bei Flößberg entsprechend der Prüfungsordnug vorbereitet. Von den vier eingeladenen Gespannen hatten drei auf Rotwild und ein Gespann auf Schwarzwild genannt.

Nach dem Auslesen der Chips und dem Einsammeln der Prüfungsunterlagen wurde die Prüfung durch den Prüfungsleiter Thomas Mütze eröffnet, die Fährten ausgelost und in das Prüfungsrevier gefahren.

Zuerst wurde die Schwarzwildfährte gearbeitet. Nach einer knappen Stunde fand das Gespann durch viele Verleitungen zum Stück.

Die erste Rotwildfährte dauerte etwas länger. Viele Schwarzwildverleitungen und große Brombeerverhaue stellten das Gespann auf eine harte Probe. Trotz aller Widrigkeiten fand das Gespann zum Stück und konnte den verdienten Bruch in Besitz nehmen.

Auch Gespann Nummer drei konnte das Suchenstück in Besitz nehmen.

Leider war die letze Suche nicht von Erfolg gekrönt. Die vielen Schwarzwildverleitungen und die mittlerweile erwachten Waldbesucher und Pilzsammler stellten wohl eine zu große Hürde dar. Nicht alle Suchen sind von Erfolg gekrönt, das kennt jeder Nachsuchenführer!

 

Im Anschluss ging es an die Gehorsamsfächer. Pirschen im Stangenholz und herankommen auf Signal stellten kein Problem dar. Auch die Schussfestigkeit wurde mit guten Ergebnissen gemeistert. Dann folgte die längste halbe Stunde der Prüfung…Ablegen. Alle Hundeführer hatten ihre Hunde fest angeleint. Zum Glück herrschte Ruhe im Wald!!! Bestanden!

Ein Hundeführer hatte noch das Verhalten auf dem Stand sowie die Anschneideprüfung fakultativ genannt. Ebenfalls kein Problem!

Nach dem Ausfüllen der Unterlagen und den Formbewertungen konnte Prüfungsleiter Thomas Mütze den glücklichen Hundeführern die Zensurenblätter und Urkunden überreichen und die Prüfung beenden.

Prüfungssieger wurde der erst knapp zehn Monate alte BGS Rüde Hilton Buster Goya Nefer, mit 152 Punkten im III. Preis. Es folgten Artos vom Rotwildgatter mit 100 Punkten im III. Preis und Emma von der Fährtentreue mit 99 Punkten im III.Preis.

Dank an die Helfer, Stückeleger, Jagdhornbläser und die Grillmeister sowie den Forstbezirk Leipzig für das Prüfungsrevier. Dank auch an den Prüfungsleiter und die Richter für die tolle Vorbereitung der Prüfung!

Dirk Tenzler
Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

Im Frühjahr 2019 hatte unser Mitglied und aktiver Nachsuchenführer Rainer Holste einen Termin, für Sonntag den 15.9.2019, im Schwarzwildgatter Bad-Segeberg reserviert.
Nach telefonischer Rücksprache mit dem Prüfungswart konnten 10 Hundeführer, welche im Vorfeld eine Nennung abgegeben hatten, ihre Hunde im Gatter arbeiten lassen.
Die sehr nördliche Lage des Schwarzwildgatters Bad-Segeberg nutzten vier unserer dänischen Mitglieder und reisten mit fünf Hunden zum Schwarzwildtag. Links. Die vier dänischen Mitglieder mit Ib Lund im Vordergrund(orange Hose) Ib vielen Dank fürs Übersetzen Sechs weitere SHVD - Mitglieder nutzten ebenfalls die Gelegenheit ihre Hunde am Schwarzwild zu testen. Das, in einem urigen Hochwald (mit noch grünen Fichten ;-)) bei Bad-Segeberg gelegenen Übungsgatter, wird vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein betrieben. Am Morgen des 15. 9. 2019 wurden wir von den beiden Gattermeistern Uwe Kemmerich und Oliver Kelp freundlich begrüßt. Während unsere Richter die Ahnentafeln, Cip-Nummern und Impfausweise kontrollierten, zahlten die Teilnehmer ihren Unkostenbeitrag für den Unterhalt des Schwarzwildgatters. Pünktlich um acht Uhr konnte Gattermeister Uwe Kemmerich den Gattertag mit einer Vorstellung des Gatters und einer kurzen, aber eindringlichen Belehrung zum Tierschutzgerechten Verhalten im Übungsgatter eröffnen. Eröffnung Deutsch-Dänischer Gattertag Da unsere Hunde ausschließlich am kranken Schwarzwild arbeiten werden, kann die Arbeit im Gatter für Schweißhunde nur eine Notlösung sein. Auf keinen Fall sollten wir die Hunde zu lange oder zu oft am gesunden Wild arbeiten. Die Anlage des Landesjagdverband Schleswig-Holstein bietet für Schweißhunde die besten Vorrausetzungen. Neben einem Dickungs reichen Übungsgatter, gibt es einen Bereich in dem die Hunde sichtig an das Schwarzwild herangeführt werden können. Durch die Arbeit im offenen Hochwald, können Gattermeister und Richter das Verhalten der Schweißhunde optimal analysieren. Von unseren elf Hunden arbeiteten sieben druckvoll und ohne Selbstgefährdung an den zwei starken Bachen. Zwei Hunde benötigten eine geringe Unterstützung ihrer Führer. Zwei junge HS sollten auf Anraten der Gattermeister, noch ein paar Übungseinheiten absolvieren. Durch die professionelle Beratung der beiden Fachmänner (sie haben über tausend Hunde am Schwarzwild gesehen) war aber eine deutliche Steigerung bei den beiden Junghunden zu erkennen. Auf Anraten der Gattermeister wurde ein weiterer Übungstermin für die zwei Jungspunde vereinbart. Die beiden Bachen waren absolut souverän und entspannt. Während die Eine die Hunde auf Abstand hielt stand die Andere ruhig im Gebräch. Zu freche Hunde wurden durch Ausfälle und Scheinangriffe in ihre Schranken verwiesen. Auswertung Deutsch-Dänischer Gattertag Auch dieser Übungstag zeigte wieder wie wichtig es ist unsere Jagdhunde tierschutzkonform am wehrhaften Schwarzwild einzuarbeiten. Diese Einarbeitung wäre aber nicht möglich, wenn es nicht im gesamten Bundesgebiet ehrenamtliche Gattermeister/innen, betreibende Landesjagdverbände und Flächen zur Verfügung stellende Waldbesitzer gäbe. Im Namen des SHVD, möchte ich mich an dieser Stelle in aller Form dafür bedanken, dass es Jäger/innen, Landesjagdverbände und Waldbesitzer gibt, die uns Hundeführern die Einarbeitung unserer Vierläufer am Schwarzwild ermöglichen und in der Vergangenheit für die Einrichtung der Gatter gestritten haben. Mein ganz besonderer Dank geht an diesem Tag an die beiden Gattermeister Uwe Kemmerich und Oliver Kelp, die ausgesprochen freundlich und professionell unseren Deutsch –Dänischer Gattertag moderierten und den Hundeführern sowie unseren Richtern mit fachlichem Rat zur Seite standen. Aber auch Dir lieber Rainer Holste ein ganz großes Dankeschön für Deine Organisation im Vorfeld. Wir kommen gerne wieder in den hohen Norden. Ich danke nochmals dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein,

Weidmannsheil
Tino Fiedler
Richter-SHVD