VP Thümmlitzwald am 08.07.2023

Richter

Thomas Mütze


Prüfungsergebnis

Gespann Punkte Preis
AELLO vom BernsteinHS-HündinSascha FiegHundeführer/in 52 o.P.
ANTON vom BernsteinHS-RüdeWilhelmina van HaaftenHundeführer/in 125 II. Preis
BAXTER von der HohenwarteHS-RüdeThomas BökenHundeführer/in 82 o.P.

Ein Gespann brach die Prüfung vorzeitig ab.

Prüfungsbericht

Geschafft – Vorprüfung bestanden!

Ich kann es kaum glauben, wie schnell … denn noch vor 12 Monaten war meine Kleine noch nicht einmal geboren.

Aus meinem A-Wurf vom Peenetal habe ich mich für eine Hündin entschieden, die ich selbst behalten und ausbilden wollte. Der 11-er Wurf wurde am 08.08.2022 gewölft und wir konnten Zuhause eine faszinierende, tolle Zeit mit den kleinen HS-Welpen erleben. In dieser eigentlich kurzen Zeit der Ausbildung habe ich ständig versucht meine Hündin Anni in die richtige Richtung zu lenken. Ich habe viel mit Robert ausprobiert und trainiert. Anni und ich haben um die 50 Übungsfährten trainiert.

Wir schickten eine Nennung raus, bekamen aber jedoch die Antwort, dass erst im Frühjahr 2024 geprüft werden kann. Durch eine Absage eines anderen Hundeführers konnte unser Prüfungswart Dirk Tenzler mir die freudige Nachricht übermitteln, dass Anni und ich nachrutschen.

Am 08.07.2023 kamen wir mit meiner Lebensgefährtin und meiner Tochter schon bei 20 Grad morgens um 8:00 Uhr im Thümmlitzwald an. Da man sich schon einige Jahre kennt, wurden wir aufs Herzlichste begrüßt. Bei Ankunft wurden den Leistungsrichtern unseres Vereins die nötigen Papiere vorgezeigt, die bei allen 4 Gespannen in Ordnung waren.

Bei unserer Prüfung traten sehr erfahrene Hundeführer an, die alle auch selbst Leistungsrichter sind. Ich nannte an diesem Tag als Einziger eine Schwarzwildfährte, alle anderen nannten Rotwild. Die Rotwildfährten wurden ausgelost. Meine Schwarzwildfährte stand an diesem Tag als Erstes an. Somit machte ich mich in aller Ruhe mit Anni vom Peenetal fertig. Ich begab mich zu den 3 Richtern und ließ mich am Schwarzwildanschuss einweisen.
Ich ging ein paar Schritte vor, strich mit der Hand durchs Gras und flüsterte Anni leise zu „Such!“. Sie wusste genau was ich meinte und versuchte sofort den Anschuss zu finden. Sie überflog den Anschuss ziemlich zügig und arbeitete die Fährte sofort an. Ich wusste genau: Anni bleibt hin und wieder stehen und sieht mich an – arbeitet aber selbstständig und ohne Kommandos die Fährte weiter und erkannte gleich den ersten Haken. Sie blieb Ihrer Arbeitsweise treu, zügig ans Ziel zu kommen. Sie korrigierte sich oft schnell selbstständig, dass der gesamte Fährtenverlauf reibungslos ablief. Ich habe meine Kleine einfach arbeiten lassen, da ich weiß was Sie kann und wo Sie ihre Schwierigkeiten hat. Am Ende der 1000 Meter Fährte … Was für ein tolles Gefühl!

Die drei Richter berieten sich einige Minuten und so kam Thomas Mütze zu mir und war sichtlich begeistert von dieser Arbeit. In der Vorsuche bekamen wir eine 4 und die Riemenarbeit wurde mit einer klaren 8 bewertet. Ich war überwältigt, fasziniert und überaus glücklich, dass so gestandene Hundeführer und Richter sichtlich begeistert waren von der Arbeit einer so jungen Hündin.

Jetzt hieß es warten. Die anderen 3 Gespanne – für mich Spitzenkandidaten – arbeiteten ihre Rotwildfährten auch bis zum Ende aus. In der Zwischenzeit machte unsere liebe Dagmar Röhler die Formbewertung. Hier von meiner Seite aus hier schon mal den ersten Dank an unsere Daggi, Du machst das alles schon Jahrelang so liebevoll, ruhig, sachlich, ausdauernd, ja wirklich herzzerreißend mit Deinem Umgang mit unseren BGS und HS-Hunden, als wären es Deine Eigenen. Vielen lieben Dank!

Zu meinem weiteren Prüfungsverlauf: Leinenführigkeit und Gehorsam sind bei uns mit „Gut“ benotet worden. Bei dem Fach „Schussfestigkeit“ erhielt die Hündin die Note 5. Beim Standtreiben waren alle 4 Gespanne absolut ruhig und ausgeglichen. 30 Minuten Ablegen und Schießen: Ich leinte sie am Prüfungstag erstmalig an, da sie für mich eine gewisse Anspannung zeigte. Schade, sie macht das sonst mit Bravour, aber sicher ist sicher. Sie ist halt erst 11 Monate.

Bestanden! Was für ein überwältigendes Gefühl – einfach toll!

Nun ging es zum Sammelplatz, wo Dennis und Dagmar bereits auf uns mit leckerer Wurst vom Fleischer vor Ort, warteten. Der ganze Tag war trotz Prüfung für uns 4 Prüflinge von der Atmosphäre sehr entspannt. Es kam nie Hektik auf, da alles super organisiert war. Wir tauschten noch viele gemeinsame Hunde- und Jagderlebnisse aus der Vergangenheit aus. Ein kräftiges Weidmannsheil möchte ich persönlich an Herrn Dr. René Schiffner aussprechen der an diesem Tag mit 176 Punkten im 1. Preis eine perfekte Vorprüfung ablegen konnte. Den anderen beiden Gespannen wünsche ich natürlich auch ein Weidmannsheil und allen Gespannen viel Suchenglück.
Den Richtern ein großes Lob für die praxisnahe und faire Bewertung. Ich persönlich weiß es sehr zu schätzen wie zeitaufwendig Eure Arbeit ist.

Ich wünsche allen Beteiligten viel Gesundheit und Suchenglück!
Ein kräftiges Weidmannheil!

Riccardo Winter